Advent im Spreewald, Dez. 2021

zum Advent mit dem Wohnmobil im Spreewald



irgendwann, November 2021

… wir hatten da mal einen Plan …
Machen wir es doch, wie schon öfter einmal und besuchen im Spreewald den Weihnachtsmarkt in Lehde. In diesem Jahr musste man vorbuchen. Für den 04.12.2021 bestellten wir für 16°° Uhr zwei Karten (a 6,-€), dann wurden im Land Brandenburg wegen steigender Inzidenzzahlen alle Weihnachtsmärkte abgesagt.



03. 12. 2021, Freitag

Wie üblich starten wir nach der Arbeit und heute haben wir sie zum ersten mal dabei … unsere neuen Räder. Die können wir im Spreewald gleich einmal testen, denn zum paddeln ist es definitiv zu kalt.

Es dämmert schon, als wir an der Rezeption ankommen.

Spreewald-Natur-Camping „Am Schlosspark“

Webseite, googlemaps

Heute stehen wir auf dem Wohnmobilstellplatz mitten auf dem Platz. Ein bisschen Weihnachts-Deko schalten wir natürlich ein, bevor wir nach Lübbenau spazieren.

Dann gehen wir auf stockdunklen Wegen am Fließ entlang in die Stadt. Schon von weitem leuchtet es weihnachtlich einladend am Hafen.

Hmmm – keine Menschenseele ist zu sehen. Richtig gespenstisch scheint der Ort und von allen verlassen. Gaststätten sind leer oder geschlossen und beim Bäcker erfahren wir, das ohne Weihnachtsmarkt im Winter nur wenig Gäste hier her kommen. Geschmückt ist Lübbenau richtig schön.

Als wir zum Platz zurückkommen, ist er auch ausgestorben. 2°C laden auch nicht gerade zum draußen zusammen stehen ein und so bleibt es ganz ruhig.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 150 Kilometer, Fahrzeit ca. 2 Stunden


04. 12. 2021, Samstag

Endlich ausgeschlafen. Es hat geklappt – die ganze Woche klingelt der Wecker ganz früh und meist endet auch am Wochenende die Nacht zur gleichen Zeit – heute war es mal anders,

noch kein Winterbeginn … und doch Schnee!K

Gerade, kurz vor den Vorbereitungen zum Frühstück, öffnen wir die Verdunkelungsrollos und glauben unseren Augen kaum – heute Nacht hat es geschneit!!

Kurz sind wir versucht unser Radtour-Plan fallen zu lassen, entscheiden uns aber dann doch für eine Tour mit den neuen Rädern. Als Ziel haben wir uns ein bekanntes Ausflugsziel der Region ausgewählt, wo wir auch eine Kleinigkeit essen können …

Schnell sind die Räder vom Fahrradträger genommen und stehen einsatzbereit am Mobil.

Dann geht es auch schon los. Durch den Schnee … haben wir überhaupt Winterreifen?? Keine Ahnung, doch die Räder lassen sich gut fahren. Den leeren Platz verlassen wir über den Hinterausgang in Richtung Schlosspark. Hier hat der See mit eine dünnen Eisschicht.

Schnell haben wir den Wotschofskaweg erreicht und damit ist auch unser Ziel klar 😉. Von der Kälte ist wenig zu merken, wir haben uns nämlich Wintersachen angezogen!
Das ärgerliche an dieser sonst recht schönen Strecke, die zu größten Teilen am Fließ entlangführt ist, das es einige Brücken gibt, über die man nicht fahren kann …

Durch den frischen Schnee sind die Stufen rutschig, doch die Räder lassen sich gut darübertragen. Es gibt auch einige Brücken, die eben sind und die wir einfach überfahren können. Es ist ganz ruhig im Spreewald. Gern machen wir kurz Pausen und sehen uns um.

Gerade überqueren wir wieder eine der Brücken mit Treppenstufen, da erreichen wir unser Ziel

Gasthaus Wotschofska

Webseite, googlemaps

Im Moment sind wir tatsächlich die einzigen Gäste und bleiben gleich draußen unter den Markisen sitzen. Hier sind Heizstrahler installiert und schnell werden wir von der netten Bedienung begrüßt. Jetzt lassen wir uns einen Glühwein schmecken!

Es ist gemütlich hier zu sitzen und bald schon haben wir uns auch noch eine Kleinigkeit zu essen bestellt. Eine sorbische Bauernsuppe und Nudeln mit Jagdwurst und Käse …

Dann machen wir uns auf den Rückweg. Die Strecke kennen wir schon und wieder erwarten uns die ganzen Brücken, über die die Fahrräder geschoben/getragen werden müssen.
Als wir auf den Platz zurückkommen, sitzen wir noch einen Moment im Mobil und wollen einen Spaziergang machen und gleich einmal sehen, was in Lehde so los ist, nachdem der Weihnachtsmarkt abgesagt ist.

Es ist nichts los, das kann ich schon einmal vorwegnehmen. Der Wasserstand in den Fließen ist sehr hoch, selbst das Feld neben dem Weg ist geflutet …
Plötzlich kommt tatsächlich der einzige Kahn, den wir in der ganzen Zeit mit Personen besetzt sehen – tja – und mehr passiert einfach nicht.

Auf dem Weg hierher kamen wir an einem Hof vorbei, auf dem ein Feuer brennt Gebäck- und Glühweinduft durch die Luft schwebt – hierhin gehen wir nun

Quarkkeulchen Imbiss

Webseite, googlemaps

Hier verweilen wir gern. Der Glühwein schmeckt und auch die Quarkbällchen … die regional typische Schmalzstulle gibt es mit ordentlichen Gurken. Es passt alles, hier sitzen wir mit irgendwelchen Leuten am Feuer und unterhalten uns ganz ungezwungen.

Als wir hier starten, gehen wir noch einmal durch Lübbenau. Hier sind ein, zwei Läden offen, die Kerstin auch gern besucht – dann kommen wir, am Schloss vorbei, auf den Platz zurück.

Für heute Abend haben wir Racelette vorbereitet und freuen uns schon darauf. Bald sitzen wir am Tisch und können den Abend genießen 😉



05. 12. 2021, Sonntag

Wieder war es angenehm ruhig und am Morgen ist wieder ein wenig neuer Schnee gefallen. Er reicht nur, um unsere Spuren von gestern abzudecken. Immerhin ist ein bisschen Winterzauber.

Nach unserem Frühstück machen wir einen Spaziergang über den fast leeren Platz. Alles ist Winterfest, das Wasser überall abgestellt, Anschlüsse und Abflüsse abgedeckt und irgendwie alles verlassen. Vielleicht wird es in diesem Winter mal wieder richtig kalt, dann kommen wir gern hier her und laufen Schlittschuh auf den Fließen … das wäre schön!

Gegen 11°° Uhr müssen wir den Platz verlassen, zahlen unseren Obolus und fahren nach Hause. Das Wetter bleibt diesig, bedeckt und regnerisch. Die Räder fahren wieder auf dem Fahrradträger mit und sind mit einer Fahrradplane abgedeckt. Das soll aber nicht so bleiben.

Wir kommen gut zu Hause an, tanken unterwegs noch den Gastank voll, denn unsere Schwedenreise über Weihnachten / Silvester in greifbare Nähe gerückt und da wir mit schwedischer Kälte rechnen, sind wir gern vorbereitet. Heizen können wir auf jeden Fall!


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 160 Kilometer, Fahrzeit ca. 2 Stunden

FAZIT – der Spreewald ist immer schön. Ob spazieren, paddeln, Rad fahren oder einfach nur Natur genießen. Hier kann man die Natur genießen. Es ist einfach wunderbar!


* Wikipedia

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