Rappbodetalsperre Sep. 2021

mit dem Wohnmobil im Harz / Sachsen Anhalt



17. 09. 2021, Freitag

Es ist das alte Spiel – am Vormittag arbeiten und nach den Feierabend so schnell wie möglich los und raus aus dem Alltag. Ausspannen und etwas anderes sehen. Heute geht es nach Sachsen Anhalt in den Harz.

Gegen 15°° Uhr kommen wir los und verlassen Brandenburg. Über die Autobahn A2 geht es voran, später fahren wir über die A14 und auf der Landstraße 81 und L96 zum Ziel.

Wir werden Ulla und Wolfgang treffen und fahren über die Rappbodetalsperre zu

Hentes Stellplatz am Harzer Hexenstieg

Webseite, googlemaps

Das Buchen hat super geklappt. Ein Anruf bei Hente reichte aus und unsere beiden Plätze waren gesichert. Leider haben wir den am Telefon so netten Betreiber nicht kennengelernt.

Was für eine Freude Ulla und Wolfgang wieder zu sehen! Es ist schon eine ganze Zeit her, als wir uns das letzte Mal sahen. … da gibt es aber zu erzählen! Bald sind die Tische aufgebaut und die Markisen verhindern, das wir bei Regen nicht nass werden, denn immer mehr Wolken ziehen sich am Himmel zusammen …
Ulla hat für heute Abend für alle Chili con Carne gezaubert und das schmeckt vielleicht!
Die Temperaturen sind noch zu ertragen, doch nach dem Essen ziehen wir uns lieber ins Mobil zurück. Hier verbringen wir einen schönen Abend und selbst der Zaun wird in der Dunkelheit beleuchtet.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 180 Kilometer, Fahrzeit ca. 3 Stunden


18. 09. 2021, Samstag

Wetter gut – alles gut!

Geschlafen haben wir sehr gut auf diesem ruhigen Platz. Es ist sehr angenehm und wir können heute Morgen sogar in der Sonne frühstücken.

Wir müssen – obwohl der Brötchenservice so oft gelobt wurde – unsere eigenen Brötchen aufbacken, denn vom Betreiber fehlt jede Spur. Kein Problem das Frühstück schmeckt!

Der Tag heute ist tatsächlich komplett verplant, denn gleich 3 Höhepunkte stehen auf unserem Programm. Unser erstes Ziel ist die Rappbodetalsperre.

Wir werden eine schöne Wanderung zur Talsperre machen – der Weg beginnt ja gleich am Hinterausgang des Stellplatzes. … natürlich geht es auch sofort steil bergan!

Schon nach kurzer Strecke kommen wir zu einem Bär, der einfach am Wegesrand steht. Es ist ein Bienotel. – eine gute Idee

Nun wandern wir in Richtung der Rappbodetalsperre.

Die Wanderwege könnten in ihrem Verlauf besser ausgewiesen sein, an so manchen Wegzweigungen müssen wir im Handy nachsehen, finden aber immer wieder den richtigen Weg und nach einiger Zeit können wir den Stausee sogar schon sehen.

Rappbodetalsperre

Die Rappbode-Talsperre oder Rappbodetalsperre ist eine 1952 bis 1959 errichtete, aus Talsperre, Wasserwerk, Wasserkraftwerk und Stausee bestehende Stauanlage im Harz, die besonders im Stadtgebiet von Oberharz am Brocken im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt liegt.*

Leider ist mittlerweile das Wetter umgeschlagen und nun stehen wir im Regen – in diesem feinen Nieselregen, du kennst ihn, der gleich mal alles nass macht …
nun sind wir auch am Ziel und die Talsperre liegt vor uns.

Es ist doch ein gewaltiger Anblick. Neben der massiven Staumauer finden sich im Norden gleich zwei Attraktionen: zum Einen die Hängebrücke und die Harzdrenalin Seilbahn.

Harzdrenalin GigaSwing

Webseite, googlemaps

Etwa 100 m nordöstlich der Staumauer der Rappbodetalsperre befindet sich mit der Megazipline die längste Doppelseilrutsche Europas. Sie wurde am 11. November 2012[5] eröffnet und überspannt auf etwa 1000 m[6] Länge und mit maximal 120 m[6] Höhe auch die Wasseroberfläche des an die Luftseite der Rappbodetalsperre stoßenden Teils der Talsperre Wendefurth. Der Start befindet sich etwas nördlich oberhalb der Staumauer nahe dem Tunnel der Landesstraße 96 und der Endpunkt liegt am Rand des Wendefurther Stausees. Dorthin können in einem Gurtsystem hängende Personen hinab rutschen, die nach rasantem „Flug“ per an den Metallrollen befindlicher Fliehkraftbremse abgebremst werden; als zusätzliche Bremse wirkt das durchhängende Seil.*

Die Aussicht ist traurig, denn am Donnerstag wollte ich die Seilbahn buchen. Das ist jedoch nicht mehr möglich. Nun hoffe ich, vor Ort noch etwas regeln zu können … das geht leider nicht. Ständig ist der Eingang voller Leute und ich bin entschlossen, im Frühjahr noch einmal einen Versuch zu starten …

Hier müssen wir nun vorbei und kommen – nicht ohne einen Kaffee, Cappuccino, Chai Latte, Latte Macchiato zu trinken (das weiß ich noch so genau, weil ich in der Schlange vom Coffee Bike Harzdrenalin stand und unsere Bestellungen immer wieder vor mir hersagen musste, um sie nicht zu vergessen) zum TITAN

Titan Längste Hängebrücke Ihrer Art

Titan RT (Eigenschreibweise TitanRT) ist eine 2017 eröffnete und 483 m lange Fußgängerhängebrücke im Harz. Die Seilbrücke befindet sich in den Gebieten von Oberharz am Brocken und Thale im sachsen-anhaltischen Landkreis Harz, deren Grenze mittig durch die Brücke verläuft. Die Brücke hängt über dem an die Luftseite der Staumauer der Rappbodetalsperre stoßenden Teil des Stausees der Talsperre Wendefurth.*

Ein Ticket können wir direkt am Eingang der Brücke bekommen, hier sind Automaten aufgestellt. Für 6,-€/Person kann man die Hängebrücke überqueren.

Schon nach den ersten Metern ist das Schwanken der Brücke deutlich zu spüren. Man gewöhnt sich schnell an die ständige Bewegung, doch manchmal geht ein Schwung durch die Brücke und lässt alle gehen, als hätte es mehrere Schnäpse am Start gegeben …

Am Ende braucht für den „Austritt“ noch einmal die „Eintrittskarte“! Über die Talsperre geht es wieder zurück. Die Aussicht ist trotz der Wolken wunderbar. Dieser Bau ist enorm. An der Wand des Tunnels im Norden ist noch die originale Schautafel. … ein Zeitzeugnis …

Zum Platz zurück fahren wir mit dem Bus. Da er erst in 35 min kommt, gehen wir in die naheliegende Imbissbude. Leider war das keine gute Entscheidung – es schmeckt einfach gar nicht. Mit dem Bus sind wir schnell zurück zum Platz und machen ein kleines Päuschen.

Die Drohne kommt zum Einsatz und kann einmal eine Ansicht der Umgebung vermitteln.

der Harzer – Hexen – Stieg

Heute Nachmittag laufen wir über den Harzer Hexen Stieg nach Rübeland.
(wir laufen nur etwa 300m auf diesem bedeutsamen Wanderweg ;o)
Vom Stellplatz bis in den Ort ist es gar nicht weit, aber sehr, sehr steil! Jetzt geht es gerade hinunter, doch irgendwann später müssen wir wieder hinauf …

Der Harzer Hexenstieg (offizielle Schreibweise: Harzer-Hexen-Stieg) ist ein knapp 100 km langer Wanderweg, der von Osterode durch den Harz über den Brocken nach Thale führt. Das Gesamtstreckennetz beträgt 152 km. Er ist ein Projekt des Harzer Tourismusverbands e.V. sowie des Harzklubs und mit 28 Stempelstellen sowie einem eigenen Themenabzeichen in das System der Harzer Wandernadel einbezogen.*

Wir möchten uns heute Nachmittag die Baumannshöhle ansehen. Diese Höhle war für mich schon eine Attraktion, als ich noch zur Schule ging – hierher wurden sogar Klassenfahrten durchgeführt … nun bin ich wieder hier. Mal sehen, ob sich etwas verändert hat 😊

Die Baumannshöhle ist neben der Hermannshöhle eine Schauhöhle in Rübeland im Landkreis Harz. Die Baumannshöhle ist die älteste Schauhöhle Deutschlands. Seit dem 16. Jahrhundert fanden Besuche in der Höhle statt. 1649 erteilten die Herzöge von Braunschweig dem Rübeländer Valentin Wagner und seiner Familie das Privileg, Besucher durch die Höhle zu führen. Dieser Zeitpunkt gilt als Beginn regulärer Führungen. Aufgrund der Zerstörung von Tropfsteinen erließ der Braunschweiger Herzog Rudolf August am 10. April 1668 eine Verordnung zum Schutz der Baumannshöhle. Die Höhle gilt daher auch als erstes rechtlich unter Schutz gestelltes Naturdenkmal in Deutschland.*

Dann geht es hinein und es werden keine Führungen mehr angeboten. Hin und wieder steht ein Mitarbeiter in der Höhle und kann etwas zu seinem Bereich erzählen, sonst geht man allein und ohne Erklärungen durch die gut ausgebaute Höhle. Interessant ist es alle Mal!

Abendbrot

Ein erlebnisreicher Tag soll natürlich mit einem angenehmen Abendbrot enden. So gibt es einen Tomate-Mozarella-Teller als Appetithappen, eine auf der eigenen Haut gegrillte Lachshälfte und Kartoffeln, die mit Gewürzen, Parmesan und Knoblauch so richtig lecker schmecken.

Es sieht nicht nur auf den Bildern so aus – es wurde auch immer ungemütlicher draußen. Sogar Nieselregen setzte später ein – zu Abend essen konnten wir noch, dann haben wir uns schnell in die Mobile verzogen und den Abend zusammen verbracht.



19. 09. 2021, Sonntag

Guten Morgen!

Wieder haben wir eine ruhige Nacht gehabt. Das Wetter ist heute nicht so ganz auf Sonnenschein eingestellt … im Grunde ist es eher regnerisch und wolkenverhangen. Die Temperaturen gehen und unter der Markise können wir frühstücken. Heute gibt es ein besonderes Frühstück: Weißwurscht, süßer Senf und Brezeln.

Eine Weißwurst ist eine Brühwurst aus fein gekuttertem Kalbfleisch (heute auch Schweinefleisch), Schweinerückenspeck und Gewürzen. Weil das Brät nicht mit Nitritpökelsalz, sondern mit üblichem Kochsalz gesalzen wird, hat die Wurst eine weiße Farbe. Die Weißwurst ist eine der bekanntesten Münchner Spezialitäten. Sie wird traditionell frühmorgens hergestellt und vormittags als Imbiss auf Märkten und in Wirtshäusern mit süßem Senf, Brezenund Weißbier verzehrt.*

Interessanterweise haben wir weder vom Stellplatzbetreiber gehört, noch haben wir ihn gesehen. Den vielgelobten Brötchenservice konnten wir leider auch nicht erleben, dennoch hat uns der Platz gefallen. Auch zum Bezahlen kommt er nicht vorbei, so stecken wir ihm in den Briefkasten seiner Pension einen Umschlag mit unserem Obolus.

Ganz in der Nähe des Platzes, etwa 350m entfernt gibt es einen Aussichtspunkt. Diesen besuchen wir noch, bevor wir abfahren. Durch den Wald geht es zum

Aussichtspavillon Hoher Kleef

Als wir im Pavillon stehen und über den Ort sehen erinnert die Aussicht an eine Modelleisenbahn. Im Moment kommt sogar ein Güterzug und rangiert vor unseren Augen. Das ist vielleicht interessant. Im Moment stören die Wolken gar nicht und wir haben einen klaren, weiten Blick.

Heute ist es wirklich ungemütlich und so haben wir auch keine Lust mehr länger hier zu bleiben. Die Heimfahrt beginnt gegen 11°° Uhr und zum Kaffee sind wir wieder in Brandenburg.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 180 Kilometer, Fahrzeit ca. 2,8 Stunden

FAZIT – es war sehr schön im Harz und sicher ist auch: wir werden wiederkommen. Immerhin möchte ich gern die Seilbahn erleben und – na klar – davon berichten!


* Wikipedia

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