Kühlungsborn / Ostsee, März 2022

mit dem Wohnmobil zur Ostsee bei Kühlungsborn


11.03.2022, Freitag

Im Grunde begann die Geschichte gestern schon und in der ganzen letzten Woche. Irgendwie habe ich immer noch gedacht, die Treibstoffpreise würden wieder sinken, doch die Regierung in unserem Land hat nicht mehr alles im Griff und quetscht das Volk nicht nur an der Tankstelle aus … kein Thema hier – ich kann eh nichts ändern 🥴

Heute ist nun Freitag und das Wetter stimmt! Noch vor einer Woche wollte ich lieber nach Oberhof fahren und noch einmal Ski zu fahren und eventl. auch neue Ski zu kaufen, mit denen man die Skating Technik anwenden kann …

Schon bei „Webcam Oberhof“ sah der Schnee aber matschig aus und ein Blick auf die Wetter-Karte lässt uns in den Norden fahren – also Schneeketten, die Wintersachen und Ski aus der Garage geräumt und Fahrräder rein … unser morgiges Ziel ist

Kühlungsborn an der Ostsee

Kühlungsborn ist eine amtsfreie Stadt im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde entstand 1937 aus der Vereinigung der Orte Brunshaupten, Arendsee und Fulgen. Ein Jahr später erhielt sie ihren heutigen Namen und bekam Stadtrechte verliehen. Seit dem 15. Februar 1996 trägt die Stadt den Namenszusatz Ostseebad.*

Nach der Arbeit geht es kurz nach 14°° Uhr los. Das Navi lässt uns den Berliner Ring umfahren, das kann Freitag Nachmittag eine gute Idee sein, finde ich und drücke auf diese Strecke. Los gehts!

Es ist gar nicht so voll auf den Landstraßen, die wir in der ersten Stunde fahren … Auf der Autobahn fällt deutlich auf, das weniger gerast wird. Mit unseren 100 Km/h fallen wir kaum noch auf und beim Überholen von LKW´s kann ich nach kurzem Blick einfach auf die Überholspur wechseln …

17:40 Uhr steht auf der Uhr und die Sonne geht gleich unter, als wir auf der Zufahrtsstraße zum Stellplatz kommen.

Sanddornstrand Wohnmobilstellplatz

Webseite, googlemaps

Ein Platz ist schnell gefunden und kaum stehen wir, gehen wir schon an den Strand. Schon als wir am Wasserzugang stehen geht uns das Herz auf. Vor uns liegt die Ostsee.

Kalter Wind weht mal mehr mal weniger stark, aber immerzu kalt. Die momentanen 7°C wirken ohne Sonne noch kälter und bald sind wir zum Abendbrot zurück am Mobil.

Der Grill ist bald in Gange. Da dem Wildschwein die Auftauzeit von morgens bis jetzt zu kurz war und es innen noch gefroren ist, gibt es heute vom Grill „nur“ den Lachs
… so haben wir morgen mehr Fleisch 😊

Es schmeckt lecker und satt werden wir auch noch. Der Wind hat ganz schön aufgefrischt und weht manchmal sehr böig. Wir sehen fern und brauchen dank Magenta TV mobil die Antenne nicht ausfahren.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 250 Kilometer, Fahrzeit ca. 3,5 Stunden


12.03.2022, Samstag

Das war eine ruhige Nacht hier an der Ostsee. Da haben wir gleich mal ausgeschlafen. Durch das Dachfenster sehen wir schon die am blauen Himmel strahlende Sonne.
Schön – da hat der Wetterdienst wohl Recht behalten und die Fahrt an die See hat sich gelohnt! Dann Frühstücken wir mal ordentlich.

… danach geht es erst einmal an die Ostsee. Durchatmen und diesen schönen Anblick genießen. Ruhiges Wasser, etwas frischer Wind – es sind noch 5°C …

Radtour an der Ostsee

Dann kommen die Fahrräder aus der Garage und ohne festes Ziel starten wir. Es ist unsere erste große Radtour mit den neuen Rädern. Wir sind gespannt, was uns erwartet …

Gleich nach dem Start entscheiden wir uns für die Richtung – es geht nach Heiligendamm. Die Räder fahren sich sehr gut und durch die dicken Reifen können wir auch über verwehten feinen Ostseesand auf dem Weg fahren. Es ist kein Problem.

Die kurzen Pausen, die wir immer wieder machen, dienen nicht der Erholung. Es ist einfach die innere Ruhe, die man findet, wenn man am Meer steht.
Das Rauschen der Wellen und die leichte Briese, die uns frische Seeluft in die Lungen spült.

An Heiligendamm sind wir längst vorbei und fahren einfach, leicht und zufrieden mit den Rädern weiter in Richtung Warnemünde. Sie fahren sich so einfach und sind super stabil. Jetzt fahren wir durch Börgerende.

Seit einiger Zeit fahren wir schon an einer Steilküste entlang, jetzt kommen wir in einen Bereich, an dem diese ganzen Buchen stehen. Ein bisschen sieht die Strecke aus, wie ein Geisterwald …

Wir haben es echt geschafft, nun kommen wir nach

Warnemünde

Für die Räder finden wir schnell einen Parkplatz und gehen durch den Ort, in dem es noch recht leer ist. Die Sonne scheint herrlich, dennoch ist es recht frisch. Vor der Bäckerei „Sparre“ sitzen wir windgeschützt in der Sonne und genießen unser 2. Frühstück.

Danach gehen wir in Richtung des „alten Strom“. Hier ist immer etwas los. Straßenmusiker spielen, viele Touristen schlendern an den vielen Läden vorbei. Wir sind nun auch hier und gehen an einigen Läden vorbei … aber nicht an allen 😊

Der Alte Strom in Warnemünde, heute Hafen für Kutterfischer, Ausflugsschiffe und Yachten, ist der ursprüngliche Mündungsarm der Warnow. Bis Ende des 20. Jahrhunderts war er durch einen, mit kleinen Booten befahrbaren, tunnelartigen Kanal mit der Unterwarnow verbunden.*

Nach wie vor weht ein recht kalter Wind und so gehen wir nicht bis zum Ende der Mole neben der Hafeneinfahrt. Nun haben wir auch Hunger bekommen und auf dem Rückweg kommen wir zu der bekannten Imbissbude, in der es die durchaus leckeren Fischgerichte gibt.

Wir bekommen einen Platz auf der Terrasse – an der Sonne sozusagen – und lassen und das Essen schmecken. Auf dem Rückweg gibt es noch ein leckeres dänisches Eis. Ja, auch der ein oder andere Laden wird nun doch noch angesehen 😉

wieder zurück

Unsere Räder finden wir vor, wie wir sie verlassen haben. Mittlerweile ist es voll geworden im Ort, den wir nun wieder verlassen. Es dauert nicht lange und wir fahren wieder durch Wälder und genießen die Natur. Bald erreichen wir die die Steilküste der Ostsee.

Eine Steilküste ist ein Küstenabschnitt, bei dem vom Meer aus kein allmählicher Übergang zum Festland stattfindet, sondern das Meer auf das steil aufragende Festland trifft. Dabei liegt die Höhe des Festlandes deutlich über dem Meeresspiegel. Das Gegenstück zu Steilküsten sind Flachküsten.*

Wir kommen gut voran und die Räder spielen wunderbar mit. Diese enorme Tour, werden am Ende 42 Km sein, macht sogar Spaß! Gegenwind ist uns nun egal und auch Steigungen haben ihren Schrecken verloren. Einer kleiner E-Motor hilft zuverlässig, wo er kann 😉

übrigens – Morgens nie mit dem falschen Wein aufstehen!

Als das Ostseeufer wieder den gewohnten Strand aufweist, können wir eine kleine Pause einlegen, auf die Ostsee schauen, das Wetter genießen und auf die Fahrräder anstoßen. Das Wasser rauscht, wie eh und je ans Ufer … erinnerst du dich noch?

Von hier ist es nicht mehr weit und bei einem Kaffee im Mobil werten wir unsere erste Tour aus. Es gibt gar nichts zu bemängeln. Klasse Räder!


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 42,8 Kilometer

Nach einer Kaffeepause lasse ich die Drohne über den Platz kreisen, um die Umgebung anzusehen und auch mal einen Blick über die Ostsee zu werfen 😉

Wir entscheiden uns, jetzt nach Kühlungsborn zu laufen und bringen die ca. 2 Km zu Fuß auf einem gut ausgebautem Weg schnell hinter uns. Als wir ankommen stehen wir sofort im Hafenbereich. Auf dem Wasser ist es natürlich noch leer …

Das Schiff, was hier vor der Küste liegt – die Baltic – wartet im Grunde auf einen Einsatz.

Die Baltic ist ein Hochseebergungsschlepper, der von der Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH betrieben wird. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat den Schlepper für zunächst zehn Jahre im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz zum Schutz der deutschen Ostseeküste gechartert.*

Kühlungsborn

Kühlungsborn (von 1937 bis 1938 Brunshaupten-Arendsee) ist eine amtsfreie Stadt im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde entstand 1937 aus der Vereinigung der Orte Brunshaupten, Arendsee und Fulgen. Ein Jahr später erhielt sie ihren heutigen Namen und bekam Stadtrechte verliehen.*

Von der Seebrücke gehen wir in Zentrum von Kühlungsborn. Es ist schon recht voll hier, doch es auch das erste Wochenende im Jahr, an dem komplett die Sonne scheint und das Wetter einen wirklich hinter dem Ofen hervor lockt …

Hin und her schlendern wir hier, es gibt ja viel zu sehen. Ein kleines Eis ist natürlich immer drin.

Irgendwann haben wir alles gesehen und es geht zurück zum Platz. Wieder zu Fuß an der Ostsee entlang. Dann freuen wir uns schon auf das Abendbrot und kaum sind wir da, mache ich den Grill an und – du erinnerst dich sicher – das Fleisch, gestern noch nicht aufgetaut, liegt heute auf dem Grill. Dazu etwas Brot zum rösten. Nach dem Abendbrot wird es ruhig auf dem Platz … und dunkel.

Sobald die Sonne untergegangen ist, wird es merklich kalt. In der Nacht ist immerhin sogar Frost … wir sitzen im gemütlich-warmen Mobil und sehen eine Serie auf Netflix 🙂



13.03.2022, Sonntag

Das war wieder eine ruhige Nacht hier auf dem doch etwas abgelegenen Platz. Kalt war es auch wieder, das Thermometer zeigt -1°C, der Himmel ist dabei strahlend blau.
Wegen der Temperaturen frühstücken wir im Mobil – mit Blick auf die Ostsee …

Heute wollen wir mit dem Rad in die andere Richtung, nach Kühlungsborn und daran vorbei, so ist der Plan … und als ich die Fahrräder auspacke, pustet und prustet, zischt und faucht es auf einmal … und es pfeift sogar!

Molli kommt

Die Bäderbahn Molli, auch der Molli genannt (Liniennummer: RB 31), ist eine dampfbetriebene Schmalspurbahn in Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Spurweite beträgt 900 Millimeter. Die 15,43 Kilometer lange Strecke wird heute vom Eisenbahnverkehrsunternehmen Mecklenburgische Bäderbahn Molli (MBB) betrieben und verbindet Bad Doberan mit Heiligendamm und dem Ostseebad Kühlungsborn.*

Fahrräder nicht erwünscht 🥴

Kurz vor Kühlungsborn (dem Hafen) müssen wir mit den Fahrrädern die Strandpromenade verlassen und auf einer Straße im Hinterland fahren. Die komplette Strandpromenade in Kühlungsborn ist für Fahrräder gesperrt …

Naja – dann laufen wir eben ans Wasser. Immerhin gehört das ja zu einem Ostseebesuch dazu! Also sind wir wieder am Strand zu finden. Die Schiebehilfe der Räder hilft im feinen Ostseesand kaum, doch den Strandaufgang schaffen wir 👍🏻

Unsere Fahrt geht weiter nach Westen, doch Fahrräder sind erst hinterm Ort wieder auf der Promenade geduldet. Das nutzen wir, fahren noch ein Stück, da entfernt sich der Weg irgendwie von der Ostsee und wir biegen lieber noch einmal zu ihr ab.

Bei dieser Pause bleiben wir ganz allein, keiner kommt vorbei. Ein ganz schöner Wind weht, den hatten wir während der ganzen Anfahrt von hinten und haben ihn gar nicht so sehr wahrgenommen, doch hier ist er gut zu merken 😉

Der Weg biegt bald schon ins Landesinnere ab und die Küste ist kaum noch zu sehen. Hier entschließen wir uns umzudrehen und fahren zurück. Wir fahren bis zur Promenade, da entdecken wir einen Bäcker und stoppen.

Die Steine sind noch ordentlich durchgekühlt von der Nacht, hier kann man noch gar nicht sitzen. Die Sonne wärmt aber selbst jetzt schon enorm und als wir weiterfahren kommen wir zum

Ostsee Grenzturm Museum

Webseite, googlemaps

Das interessiert mich und ich sehe mir das mal genauer an. Für 2,- € kann ich auf den Turm steigen. Dabei entstehen die folgenden Bilder.

Eine schöne Aussicht hatte die Grenzsoldaten hier schon …

Wir fahren nun zurück zum Stellplatz.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 16,8 Kilometer

Die Fahrräder kommen in die Garage und nach einem Kaffee starten wir nach Hause.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 255 Kilometer, Fahrzeit ca. 4 Stunden

FAZIT – ein wunderschönes Wochenende konnten wir hier an der Ostsee verleben, haben unsere E-Bikes testen können und sind völlig zufrieden mit den Rädern. Bei herrlichem, morgens kaltem und Nachmittags warmen Wetter haben wir die Zeit sehr genossen.


* Wikipedia

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