AIDA Prima 2

die Ostseerundfahrt mit Aida Prima im Oktober 2019

Sankt Petersburg, Helsinki, Stockholm, Kiel


Dienstag, 08.10.2019, 04. Tag

Unser nächstes Ziel ist die Blutkirche.

Die Auferstehungskirche, auch als BlutkircheErlöserkirche und Erlöser-Kirche auf dem Blut (russisch Собор Воскресения Христова) bekannt, ist eine Memorialkirche in Sankt Petersburg. Sie ist nach dem Vorbild der Moskauer Basilius-Kathedrale gestaltet und als einziges großes Kirchengebäude der Petersburger Innenstadt, das nicht italienischen und klassizistischen westlichen Baustilen folgt, entsprechend auffällig.*

Erbaut wurde sie von 1883 bis 1912 an der Stelle, an der Alexander II. einem Attentat zum Opfer gefallen war. Sie wurde zur Hundertjahrfeier des Sieges über Napoleon Bonaparte im „Vaterländischen Krieg“ und zum 300-jährigen Jubiläum der Romanow-Dynastieeröffnet.*

Hinter der Kirche werden verschiedene Dinge angeboten, es scheint so etwas wie ein Markt zu sein. Überwiegendes Angebot sind Bilder.

Von hier aus fahren wir zu einem Souvenirgeschäft und kommen an dem Zentral-Platz vorbei auf dem die Alexandersäule steht. Dann fahren wir über die Newa, die an dieser Stelle einen Kilometer breit ist.

Die Alexandersäule (Russisch: Александровская колонна, Aleksandrowskaja kolonna auch: Александрийский столб Aleksandriski stolb) ist der Mittelpunkt des Palastplatzes in Sankt Petersburg, Russland. Sie wurde nach dem Sieg Russlands gegen das napoleonische Frankreich aufgestellt. Benannt wurde sie nach Kaiser Alexander I., der das Russische Kaiserreich von 1801 bis zu seinem Tod 1825 regierte. Die Säule stellt ein interessantes Stück Architektur und Ingenieurskunst dar. *

Die Newa (russisch Нева) ist ein 74 km langer Strom in Russland, der vom Ladogasee in die Newabucht der Ostsee fließt. Sie durchquert dabei Sankt Petersburg. *

Dann erreichen wir den Souvenierladen. Zur Begrüßung gibt es an der Tür ein Glas Vodka, dann geht es hinein. Die bunte Pracht erschlägt uns förmlich.

Ein paar Bilder aus der Stadt – jedes zeigt etwas besonderes der Stadt. Die Moika und eine Brücke, die an Venedig erinnern soll, das Astoria Hotel, hier wollte Hitler die Siegesfeier abhalten und die Isaakskathedrale.

der eherne Reiter

Mit der populären Bezeichnung „Der eherne Reiter“ (russisch Медный всадник, Medny wsadnik) wird das 1782 errichtete bronzeneReiterstandbild des ZarenPeter der Große auf dem Sankt PetersburgerSenatsplatz benannt. Die Reiterstatue ist eines der Wahrzeichen von Sankt Petersburg. Zar Peter I. ist „hoch zu Ross“ auf einem sich aufbäumenden Pferd dargestellt, unter dessen Hufen eine Schlange zertreten wird. Die Szene soll Peters Sieg über die Schweden in der Schlacht bei Poltawa symbolisieren. *

Das Mittagessen war erschreckend.

Wir bekommen in einem alten Palast an der Moika 23 ein Wasser, einen Wodka, einen Salat, eine gelbe Flüssigkeit in einer Tasse und ein Stück Hühnerfleisch mit Erdbeermarmelade, ein Eis mit Erdbeermarmelade und eine Tasse Kaffee.

Nun laufen wir von hier etwa 8 Minuten zur Eremitage. 

die Eremitage

Die Eremitage [eʁɘmiˈtaːʒ] oder Ermitage (russisch Эрмитаж) in Sankt Petersburg an der Newa ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Auch der Gebäudekomplex, der das Museum beherbergt und zu dem der berühmte Winterpalast gehört, wird heute zusammenfassend als Eremitage bezeichnet. Er ist ein zentraler Bestandteil der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Sankt Petersburger Innenstadt. *

Ist das voll hier! Das glaubt keiner! Es ist sehr warm, hier wird gedrängelt, geschubst, gemeckert, gehustet und gesprochen. Hauptsächlich sind es Chinesen, die hier zu Gast sind. Wie sie sich benehmen habe ich hier schon beschrieben. … es strengt an.

Dann sehen wir einen kleinen Teil der Eremitage. Ich kann hier ein paar Bilder einstellen, doch die Stimmung, die Erklärungen, Hinweise auf optische Täuschungen usw kann man nich wiedergeben. 

Die Top-Reiseleiterin holt uns immer wieder zur Kunst zurück – so einige haben nach 5h Petersburg einfach genug!

Als wir aus der Eremitage herauskommen, wird es schon dunkel und es gibt noch einen kurzen Fotostop an den beiden Leuchttürmen an der Newa.

Als wir nach ca. 45 Minuten wieder an den Hafen kommen, müssen wir durch die Grenzkontrollen noch ewig warten, bis wir zum Schiff kommen. Nun haben wir 2 Stempel mehr im Reisepass 😉👍🏻

Abendbrot essen wir heute im „weite Welt Restaurant“. Das Motto heute: französischer Tag …

Wir laufen mit etwas Verspätung aus, das Tankschiff hatte andere Werte auf der Uhr als die AIDA und das muss noch geklärt werden. Die Abreise verzögert sich um fast 2 Stunden. Dadurch ist es leider dunkel – wieder kein Blick auf Kronstadt. 🤨

Heute ist der einzige Abend, an dem wir nicht in die Nachtbar gehen, denn die Musikband „Wonderland“ tritt heute dort auf. Na unserem anstrengenden Tag brauchen wir keine laute Popmusik und bleiben deshalb in ruhigen Ecken des Schiffes.



Mittwoch, 09.10.2019, 05. Tag

Heute klingelt kein Wecker, wir können ausschlafen. Unser Zielhafen ist Helsinki, das Einlaufen ist zu 10°° Uhr geplant und so haben wir einen ruhigen Tagesbeginn.

Heute Morgen ist es jedoch richtig frisch geworden! 2°C zeigt das Thermometer, doch wir nutzen den Balkon trotzdem, um die Schären zu sehen, an denen man recht dich vorbeifährt.

Für das Frühstück haben wir alle Zeit und es ist nicht einmal voll heute morgen. Die Einfahrt können wir durch die Fenster ansehen. Eine Fähre zieht an uns vorbei und läuft vor uns in Helsinki ein.

Helsinki

Die Stadt Helsinki wurde im Jahr 1550 während der Zugehörigkeit Finnlands zu Schweden gegründet, blieb aber lange unbedeutend. Kurz nachdem Finnland unter russische Herrschaft gekommen war, wurde Helsinki 1812 zur Hauptstadt des neugegründeten Großfürstentums Finnland bestimmt und löste so Turku als wichtigste Stadt des Landes ab. Seit 1917 ist Helsinki Hauptstadt des unabhängigen Finnlands.*

Das Einparken dauert ein wenig und als wir fest machen sind wir wieder die ersten, die das Terminal zu Fuß verlassen. Die Strecke kennen wir aus dem Sommer und wissen, das uns kein übermäßig langer Weg erwartet. Wobei uns etwas Bewegung mit Sicherheit gut tut 😉

Wir bleiben erst am Wasser und kommen gut voran. Dann kommt der Hafen in der Stadt in Sicht. Hier macht gerade ein Fährschiff fest und die Markthalle kommt in Sicht. Sie ist unser erstes Ziel heute.

Morgen haben wir eine Radtour gebucht, jedoch keine Handschuhe im Gepäck und bei aktuellen 6°C freuen wir uns über die kleinen Stände hier am Hafen, an denen wir Handschuhe bekommen.

Danach laufen wir zum Dom, der hinter der großen Treppe thront er über der Stadt. 

Die Türen sind offen und wir treten ein. Die Einfachheit des inneren hier im Dom ist ein krasser Unterschied zu den russischen Kirchen.

Wir gehen durch die Stadt und sehen in den ein oder anderen Laden, bis wir zum Hard Rock Café kommen. Wir haben keinen Hunger, sehen aber in den Shop und werden fündig …

Auf dem Weg zum Schiff kommen wir – wie durch ein Zufall – auch noch bei Gudrun Sjöden vorbei … 😉

Nach ca. 3,5 h kommen wir zum Schiff zurück, haben 8,5 Kilometer in den Beinen.

Helsinki ist eine schöne Stadt, uns hat es gut gefallen hier.

Im Theatrium gibt es Kaffee und Kuchen und auch verschiedene Vorträge über den morgigen Tag. Uns interessiert der Vortrag über Stockholm, dann gehen wir zum Abendbrot im Top-Restaurant Le France.

Echt feine französische Kost – sehr lecker!

Den Abend verbringen wir wieder in der Flying Bar, heute ist ein AIDA Star zu gast, singt und erzählt über sich. Wie immer ist es ein toller Abend!



Donnerstag, 10.10.2019, 06. Tag

Das Einlaufen ist eher unspektakulär. Interessant ist der Steg, der sich nun langsam an das Schiff schiebt.

Entgegen der Reisebeschreibung, die ja deutlich von Stockholm schreibt, liegen wir nun in Nynäshamn. Von hier sind es ca. 60 Km bis Stockholm. Es ist super organisiert, selbst die Hoppon/Hoppoff Busse kommen bis hier gefahren und übernehmen den Transfer nach Stockholm.

Nynäshamn ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Stockholms län und der historischen Provinz Södermanland. Sie ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Nynäshamn liegt etwa sechzig Kilometer südlich von Stockholm und entwickelte sich um den guten Seehafen. Der Ort wurde 1911 Minderstadt (köping) und erhielt 1946 die Stadtrechte.*

Wir haben uns für die Fahrt durch die Natur entschieden und das passiert mit E-Bikes.

Es war eine gute Entscheidung. Die E-Bikes sind echt klasse (das ist unsere erste Erfahrung damit), denn es geht bergauf und bergab zu irgendwelchen Aussichtspunkten in der Umgebung des Hafens. 

Am Ende der Fahrt, also nach 35 Kilometer haben wir noch einen kleinen Aufenthalt im Ort Nynäshamn. Hier ist nichts los, so gehen wir in Espresso Café und essen Kanelbulle und trinken einen Kaffee. Es ist sehr gemütlich hier im Laden.

Danach gehts zum Schiff zurück. Hier essen wir noch eine Kleinigkeit und gehen noch einmal in den Ort.

Na klar gibt es Abendbrot, wir gehen zum „Weite Welt Restaurant“. Hier ist heute das passende Thema „Skandinavien“.

Lachs, Garnelen, Rentierfleisch, oder Köttbullar – alles ist heute zusätzlich im Angebot. Wie mittlerweile gewohnt schmeckt es gut, jedoch ist das Lokal total voll.

Die Show heute Abend im Theatrium „RockandRoll“ ist richtig gut. Lichteffekte, die Tänzer und natürlich die Sänger – die AIDA Stars – sind perfekt abgestimmt und wir werden sehr gut unterhalten! Inzwischen fährt der Steg wieder an Land.

Zum späteren Abend haben wir uns – wie überraschend – für den Nightfly Club entschieden. Heute ist der Chef der Personalabteilung im Interview und erzählt über seine Erlebnisse im Leben. Artisten hat Kristian, der Veranstalter, heute auch eingeladen. Beeindruckend!

Spät – oder früh – geht es auf die Kabine und ins Bett. Morgen ist ein Seetag, da klingelt kein Wecker, gibt es keinen frühen Termin, wir können ausschlafen und die Reise ausklingen lassen.



Freitag, 11.10.2019, 07. Tag

Wir schlafen aus, gehen irgendwann frühstücken. Heut im East Restaurant, hier kann man sich z.B. ein Omelett aus den selbst gewählten Zutaten machen lassen.

Der nächste Termin für den heutigen Tag ist ein Vortrag über die Zarenfamilie, die Romanows. Ihre Gräber haben wir in Sankt Petersburg angesehen und heute kann man mehr über ihre Geschichte erfahren. (… und schon wieder sitzen wir im Nightfly …)

Echt interessant die Geschichte der russischen Zaren, vor allem, wenn sie so anschaulich vorgetragen wird!

In der Mittagszeit haben wir das Marktrestaurant ausgewählt. Hier kann man nach hinten aus dem Schiff sehen. Es ist an der Essensausgabe – wie immer – voll.

Nach dem Mittag ist ein bisschen Ruhe für uns angesagt. Und es ist bei Windstärke 9 tatsächlich sehr ruhig auf dem Schiff. Kein Kränken, Schlingern oder Wanken – ganz ruhig zieht das Schiff seine Bahn durch die bis zu 5 m hohen Wellen der Ostsee.

Ab 15°° Uhr wird im Theatrium der Reisefilm gezeigt, danach stellt sich der Kapitän den Fragen, die aus dem Publikum gestellt werden können.

Unser Abschiedsabendessen nehmen wir im Brauhaus der AIDA PRIMA. 

Heute sehen wir uns die Show im Theatrium an, immerhin ist es die letzte für uns auf dieser Reise. „Absoluteley Everybody“

Bei der anschließenden „Prime Time“ wird auch groß verabschiedet …

Alle sagen leise: „Auf Aidasehen!“

Auf der Kabine heißt es nun Koffer packen, sie werden in der Nacht ab 2°° Uhr abgeholt.Später am Abend sitzen wir – na, du weißt schon – im Nightfly bei Kristian und freuen uns bei seiner kleinen, ruhigen Show dabei zusein. Unsere Plätze habe ich, wie jeden Tag, um 19°° Uhr reserviert.

Als wir das Nightfly verlassen, gehen wir noch einmal am Pooldeck vorbei und sehen uns die Abschiedsshow an. Hier ist es jedoch sehr laut und deshalb gehts in die Kabine. Koffer rausgestellt … es stehen schon viele auf dem Flur!

Kurz vor eins – gute N8!



Samstag, 12.10.2019, 08. Tag

Wir sind besonders schnell gefahren. Der Kapitän freut sich bei seiner Durchsage am Morgen darüber, ich hätte allerdings sehr gern das U-Boot in Laboe und das Marineehrenmal gesehen. Beim Auslaufen verzögerte sich unsere Abreise und es war dunkel, heute laufen wir im Dunkeln in die Kieler Förde ein.

Die Kieler Förde (dänischKiel Fjord und Kielerfjorden) ist eine rund 17 km lange, schmale Förde an der Ostsee, die durch Gletscherbewegungen in der letzten Eiszeit entstanden ist. Sie liegt zwischen den Landschaften Dänischer Wohld im Westen und Wagrien im Osten und erstreckt sich von ihrem südlichen Ende, der Hörn neben dem Stadtzentrum von Kiel, bis zur Außenförde, die in die Kieler Bucht übergeht.*

Wir gehen noch zum Frühstück und bleiben gleich auf unserer Etage. Mittlerweile freuen wir uns auch auf zu Hause und irgendwie geht es jetzt alles ganz schnell.
… noch einmal ins Zimmer, Handgepäck holen, lange am Fahrstuhl warten, Schiff verlassen …

Alle finden sich in der Empfangshalle im Ostseekai ein. Hier stehen auch schon die Koffer nach Decks sortiert und alle Gäste warten auf die Freigabe der Koffer.
Sicherheitsmanko: man kann sich jetzt jeden Koffer nehmen und hinausgehen. Es gibt keine Kontrolle! Bedenke das beim abgeben und packen der Koffer.

Die Aufbewahrung unsers kleinen Smarti klappte Bestens. Ein Bus holt uns vom Schiff ab und bringt uns zur Garage. Hier steht der Smarti, wir steigen ein und fahren bis zum Ausgang. Hier wird geprüft, ob wir im richtigen Fahrzeug sitzen. 👍🏻

Wir kommen gut und ohne Probleme zu Hause an.


Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön …

… wir kennen bisher nur zwei AIDA Schiffe, die SOL und jetzt die PRIMA. Die Organisation des gesamten Tagesablaufs, leckeres Essen zubereiten, die verschiedenen Unterhaltungsprogramme in sehr hochwertiger Qualität anzubieten und letzten Endes für Sauberkeit zu sorgen klappt wirklich ganz toll.

Auf beiden AIDA Reisen hatten wir das Gefühl in schützende Hände genommen zu werden und eine Rundumbetreuung genießen zu können. Danke dem AIDA-Team und lieber Leser, es ist, wie es immer ist, man kann sich nur eine Meinung bilden, wenn man die Sachen selbst erlebt hat. Ich kann nur meine Gedanken hier wiedergeben 😉

Nicht das erzählte reicht – das Erreichte zählt!


… nun ja, ist es immer schön und lustig?

Unsere aktuelle AIDA Erfahrung:

Die Schiffe werden immer größer. Dadurch kommen diese Wahren Giganten nicht mehr in die herkömmlichen, alten Häfen. Sie liegen heute am „Kreuzfahrtterminal“ weit außerhalb von den Städten. Den Transfer bezahlt – natürlich – der Kunde. Die Preise, um in die Stadt zu kommen die der Reiseführer verspricht, sind 7,- bis 12,-€ durchaus üblich.

Leider lässt der Service auch zu wünschen übrig. So war unser Zimmer beim Bezug nicht sauber. Klar wurde sofort Abhilfe geschafft, doch die eben entfernten Krümel liegen nun auf dem Boden …

Nach wie vor bietet AIDA eigene Ausflüge an. Sie sind sehr gut organisiert und machen wirklich Spaß. Leider fehlen auf dem Schiff allgemeine Infos zu den individuellen, eigenen Möglichkeiten in den Städten völlig! Leihfahrräder, die Nutzung von E-Rollern, Erreichbarkeit und Anschluss an öffentlichen Verkehrsmittel oder auch die Länge des Fußweges in die Innenstadt – dazu gibt es keine Informationen.

Möchte man einige Veranstaltungen besuchen, das Ein-, oder Auslaufen ausgiebig beobachten oder im Hafen von Bord gehen, kommt ein leichtes Gefühl von Streß auf. Man steht förmlich unter Druck. Zeitdruck.

Alles in Allem war es eine richtig gute Ostsee-Schiffs-Reise!


* Wikipedia

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