Verona, Oper „Carmen“ 2019 ☀️

mit dem Smart nach Italien – der Besuch der Oper Carmen in Verona

Am Samstag, den 27.07.2019, werden wir in Verona (Italien) in der Arena die Oper „Carmen“ ansehen.

Ich habe Kerstin die Karten zum Geburtstag geschenkt und nun freuen wir uns schon auf dieses hoffentlich großartige Ereignis.

Die Anreise war mit einem Mietwagen geplant, das Hotel über booking.com schnell gebucht und seit Oktober hat sich eine gewisse Vorfreude ergeben, die uns beide nicht mehr loslassen will.

Die Planung der Anreise

Die Idee mit dem Mietwagen musste leider verworfen werden, denn die Preise sind nicht nachvollziehbar. Wir brauchten ein Fahrzeug von Donnerstag bis Dienstag, Kilometer frei und Versichert ohne Selbstbeteiligung. Bei einem Golf 7, Schaltwagen ohne Extras, stehen dann schnell 480,- € auf der Rechnung.

Günstiger ist es mit dem Flixbus, doch 16 Stunden im Bus sitzen – davor graute uns.

Ein Flug – dafür waren wir etwas spät – hätte in unserem Fall 279,- € gekostet, doch die Flugzeiten passten uns gar nicht. Es sind Ferien und viele Flüge sind ausgebucht.

Die Deutsche Bahn. Hin- und Rückfahrt kosten je 219,- €, dafür verbringt man genug Zeit mit und bei der DB, sowie deren Bahnhöfen.

Am Ende haben wir uns für unseren eigenen Smart entschieden.



Donnerstag, 25.07.2019

Alles ist vorbereitet, geht es sehr schnell, als ich von der Arbeit komme. Kerstin hat noch Ferien. Gestern haben wir den Smart gepackt (es passte!) und getankt.

Zum Geburtstag habe ich Kerstin 2 Karten geschenkt. Zwei Opern-Karten. In Verona wird „Carmen“ aufgeführt. In die Arena wollten wir schon

Heute wird natürlich ein Autobahn-Fahrtag, denn 600 Kilometer sind heute noch zu schaffen. In Bruckmühl haben wir über booking.com ein Zimmer in einer Pension gebucht. Bruckmühl liegt südlich von München und dahin geht es jetzt.

Der Smartie kann das wirklich toll und donnert mit uns über die Autobahn, wie ein Großer. ?? Unsere erste Pause ist interessant, wir stehen auf der ersten deutschen Autobahnraststätte.

Rodaborn war die erste Autobahnraststätte Deutschlands. Das heute als Ausflugslokal dienende Gebäude befindet sich an der Bundesautobahn 9 bei Triptis in Thüringen.

Es geht noch einige Zeit auf der Autobahn weiter, dann erreichen wir in Bruckmühl das

Gästehaus Cena

Webseite, googlemaps

Im Gästehaus sind wir die ersten Gäste und finden unseren Schlüssel in einem kleinen Korb. Das Zimmer ist, wie Pensionen so sind, ordentlich eingerichtet und es ist sauber. Ein großes Badezimmer überrascht uns und ein bisschen vertreten wir uns noch die Beine. Der Ort ist unspektakulär, im Grunde ist nichts los hier. Die Pizzeria finden wir natürlich und von dort auch wieder zurück zu unserem Zimmer. ? Ein bisschen sehen wir noch fern und schon dabei merkt man, wie fertig man doch schon ist …


Unsere Tour in graphischer Darstellung:

ca. 600 Kilometer, Fahrzeit ca. 5 Stunden


Freitag, 26.07.2019

Das Frühstück ist lecker und reichhaltig. Satt starten wir, erreichen schnell die Autobahn und weiter geht es nach Italien. Wir kommen in Österreich an und brauchen keine Vignette, denn über den ADAC habe ich eine elektronische Vignette gebucht. Das ist wirklich sehr einfach und kein lästiger Aufkleber verschandelt die Scheibe.

Wir kommen gut voran, fahren in Italien ein und lösen die Maut. Als wir die Autobahn endlich verlassen, kommen wir schon in Verona an und suchen einige Zeit die zentrale Zimmervermittlung von booking.com. Es ist nicht einfach, sie zu finden ?.

Verona, Italien

10,- € zahlen wir für eine Nacht im nahegelegenen Parkhaus und laufen dann in die Innenstadt, denn dort ist unser Zimmer. Zimmer?? Nein – über 2 Etagen zieht sich unser Domizil! ??

Das haben wir echt gut getroffen. Es ist sauber und gepflegt, gut gekühlt (draußen sind 35°C). Am Besten ist – es liegt fast im Stadtzentrum! Unser Hauptziel, die „Arena di Verona“ ist nicht einmal 5 Minuten zu Fuß entfernt. Das müssen wir natürlich gleich überprüfen – Hunger haben wir auch – das passt ja, wir können los!

Von unserer Unterkunft es nicht weit zur Arena. Diesen Weg sehen wir uns natürlich gleich an. An der Stadtmauer vorbei und zwischen den Häusern sieht man sie schon.

endlich Pizza!

Das italienische Flair hat uns sofort gepackt und schnell sitzen wir in einem Restaurant auf dem Marktplatz unter einer hellen Markise und essen eine Pizza!

Bei schönstem Wetter laufen wir noch ein wenig durch Verona und durch die kleinen Gassen kommen wir irgendwann zum Marktplatz. Hier stehen ja noch die gleichen Stände, wie wir sie schon Ostern angesehen haben …

So schlendern wir noch durch den Ort und achten peinlich genau darauf in jeden Laden zu sehen und nichts zu vergessen … Zum Abend wollen wir uns das Prozedere vor der Arena ansehen. Uns interessiert, ob die Gäste auch in kurzen Hosen kommen und wie der Einlass überhaupt von Statten geht.

Es ist völlig entspannt, kein Gedrängel, normale Kleidung – alles ist ganz einfach – wir brauchen uns nicht verrückt machen. Bei einem Aperol Spritz und kleinen Snacks lässt sich der Platz gut beobachten. Irgendwann gehen wir noch ein Stück in den Ort, denn vielleicht können wir heute schon etwas von der Aufführung hören? Das wollen wir testen und nun müssen wir ein wenig die Zeit überbrücken. Hinter dem großen Tor kommt jedoch nichts mehr, was uns heute Abend interessiert.

Für die Sicherheit der Besucher von Verona scheint gesorgt zu sein – ein Beigeschmack bleibt jedoch, denn ich kann mir vorstellen, das dieses Aufgebot an Sicherheitskräften vielleicht auch nötig zu sein scheint???

es dämmert

Dann wird es Abend, die Dämmerung bricht an und in der Arena geht es los. … allerdings können wir nichts hören hier draußen! Trotzdem bleiben wir in der milden Sommernacht noch ein bisschen sitzen und freuen uns einfach über unsere Zeit hier.



Samstag, 27.07.2019

Da wir gar nicht weit vom Gardasee entfernt sind, fahren wir natürlich zum baden hin. In unseren Osterbesuchen am See ist das Wasser zum Baden einfach zu kalt. Mal sehen, wie es heute ist …

Den Platz kennen wir noch von Ostern, hier standen wir schon mit Tini und Niko und haben uns den Strand, den fürchterlichen Reisemobilstellplatz und eine gute Gaststätte angesehen. (googlemaps)
Leider sind im Moment ein paar Algen ans Ufer gespült, doch befinden sich nur an den ersten zwei Metern, dann ist das Wasser recht klar. Es wird nur langsam tiefer hier, doch der Boden ist steinig und wir lassen die Badelatschen an. Das Wasser ist frisch, aber im Sommer ok.

Nach dem Bade sitzen wir am See, trinken einen Kaffee und freuen uns unseres Urlaubs.

Am frühen Nachmittag kehren wir zurück nach Verona, denn heute ist der große Tag! In der Arena der Stadt wird die Oper „Carmen“ aufgeführt.

die Oper Carmen

Carmen ist eine Oper in vier Akten von Georges Bizet. Das Libretto schrieben Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novellevon Prosper Mérimée. Obwohl formal eine Opéra-comique und auch als solche bezeichnet, war Carmen „ein revolutionärer Bruch“ mit dieser Operngattung. Die realistische Milieuschilderung, Dramatik und schicksalhafte Tragik machten sie zu einem Vorläufer des Verismo. Die Uraufführung am 3. März 1875 in der Opéra-Comique wurde eher ablehnend aufgenommen. Bald darauf jedoch wurde Carmen zu einem der größten Welterfolge der Operngeschichte, den der Komponist allerdings nicht mehr erlebte. Auch heute noch gehört Carmen zu den beliebtesten und meistaufgeführten Werken des Opernrepertoires.*

Wir bleiben ganz ruhig im Hotelzimmer und bereiten uns auf unseren Abend vor. Dann gehen wir rechtzeitig zur Arena, denn wir werden noch zu Abend essen in einem der Restaurants.

Ups – das Wetter meldet sich?
Hmmm, mal sehen, ob wir hier Unwetter bekommen, denn im Moment sieht es gar nicht so aus!

Unwetter, auch Extremwetterereignis oder Wetteranomalie ist ein Sammelbegriff für extreme Wetterereignisse. Diese Wetterereignisse bewirken oft hohe Sachschäden, Katastrophen und Lebensgefahr für viele Menschen.*

Im Moment ist jedoch alles noch ganz normal, doch einige Wolken ziehen sich schon zusammen, doch wir haben ein nettes Restaurant gefunden und essen bestellt.

Dann, also innerhalb einer viertel Stunde geht es los. Als hätten sich alle Schleusen geöffnet. Der Platz vor der Arena ist auf einmal geflutet, die Leute rennen davon und stellen sich unter – nur die Straßenverkäufer stellen ihr Angebot sofort um und kommen immer wieder vorbei.

VIP ohne es zu wissen

Nun sind wir bereit für unser Open Air Event. Bei leichtem Regen gehen wir zur Arena und stehen am VIP-Eingang, dem Gate 1. (wenn man vorn sitzen möchte, ist man automatisch ein VIP-Gast)

Vom Personal werden wir nett begrüßt, unsere Karten werden gesichtet und mit den Worten: „I’am sorry, Sir, we have a Dresscode, you need long pants tonight !“ werde ich mit meinen kurzen Hosen abgewiesen.
… sollte Kerstin also doch Recht behalten – sie hatte mich gewarnt …

Der Begriff Kleiderordnung (engl. dresscode) bezeichnet Regeln und Vorschriften zur gewünschten Kleidung im privaten, gesellschaftlichen, kulturellen und geschäftlichen Umfeld. Mit dem Begriff werden auch Regeln bezüglich der Kleidung bezeichnet, die nicht per Gesetz oder Erlass, sondern aufgrund weicherer Faktoren bestehen: aufgrund von Konvention, aufgrund des Bedürfnisses nach Konformität, aufgrund einer stillschweigenden Übereinkunft, eines gesellschaftlichen Konsenses (bzw. eines Konsenses in einer gesellschaftlichen Gruppe) oder einer Erwartungshaltung z. B. eines Veranstalters. *

Gut, das unser Hotelzimmer so nah ist, in 15 Minuten bin ich schon wieder zurück – mit langen Hosen. (es gibt auch die Möglichkeit seitlich an der Arena ein paar „Hosenbeine“ zu kaufen, die man sich überziehen kann) Dann dürfen wir die Arena betreten.

21°° Uhr soll es losgehen …

Wir werden zum Platz begleitet, die Sitze werden trocken gewischt, und langsam füllt sich die Arena. Die Stimmung bleibt jedoch gedrückt, denn es regnet und regnet …

Bald wird es dunkel, es ist 21³° Uhr. Es ist noch kein Orchester da, die Bühne ist noch gesperrt und viele Plätze sind noch leer. … es regnet und donnert sogar ab und zu.

Dann kommt eine Durchsage in verschiedenen Sprachen: „Auf Grund des Wetters verschiebt sich Aufführung auf unbestimmte Zeit. Sie können sich im Eingangsbereich aufhalten. Wir melden uns wieder, wenn wir neue Erkenntnisse haben.

In den Katakomben der Arena ist es nun voll, doch keinesfalls trocken! Hier regnet es durch! Egal, alle stehen hier, man rtrinkt eine Kleinigkeit und wartet eben die Zeit ab. Hin und wieder – etwa im Abstand von 40 Minuten – kommt die bekannte Durchsage. Auf allen Handys leuchtet eine Wetter-App und die Stimmung sinkt …

23:40 Uhr …

Jetzt wird die Bühne gewischt, das Orchester sitzt und stimmt die Instrumente, Handys sollen Tonlos geschalten werden. Die Akkustik ist auch tatsächlich beeindruckend. Jedes Husten und Räuspern – egal aus welcher Reihe – ist deutlich zu vernehmen. Es werden auch keine Mikrofone auf der Bühne verwendet!

Es sind hier über 80 Personen auf der Bühne, im ersten Akt sogar ein Jeep und 2 LKW! Hier wird geschossen, getanzt und natürlich gesungen.

Nach einer kleinen Pause beginnt der zweite Akt.

Nach einer weiteren Pause wird der dritte und vierte Akt ohne Pause gezeigt. Plötzlich wird die Arena selbst zur Kulisse!

Trotz der späten / oder frühen Stunde, es ist 02:40 Uhr, bekommen die Darsteller tosenden Applaus, „Bravo“ Rufe schallen durch die Arena – und zu Recht!

Im Grunde habe ich mich noch nicht mit Opern beschäftigt. Lediglich im Rahmen der Schulbildung wurden sie behandelt und einige Lieder – oder Melodien – sind natürlich bekannt. … noch einen Blick zur Arena, als wir gehen.

Uns hat die Vorstellung sehr gefallen und beide können wir uns vorstellen, wieder einmal eine Oper anzusehen. Allerdings in entsprechender Atmosphäre. Hier in Verona, in der Arena wäre so ein Ort …



Sonntag, 28.07.2019

Venedig

Die Wolken hängen immernoch tief, als wir zum Parkhaus gehen und unsere Scheibenwischer des Smarties haben zu tun, bis wir in Venedig ankommen …

Das Parkhaus in Venedig, die Garage San Marco Venezia, hat neben hohen Preisen (34,- €/Tag) auch die Eigenart, das man seinen Fahrzeugschlüssel im nicht verschlossenen Fahrzeug auf das Armaturenbrett legt … dann gehen wir in den Regen hinaus.

Hard Rock Cafe in Venedig

Unser Hauptziel, als wir durch die Stadt laufen ist das Hardrock Cafe. Dabei kommen wir an einigen Läden vorbei – nein – vorbei kommen wir gar nicht … wir gehen ja in jeden Laden hinein!

Was wir nicht wissen: Hier ist nur ein Laden und gar kein Cafe! Wir sehen uns hier um, doch das Angebot ist sehr ausgedünnt … es sind nicht mehr alle Größen verfügbar und einige Kleiderständer sind leer. Von der Verkäuferin bekomme ich eine Wegbeschreibung zum richtigen Hard Rock Cafe. Dorthin gehen wir jetzt. (googlemaps)

Gestärkt gehen wir weiter, denn den Markusplatz wollen wir uns nicht entgehen lassen. Es regnet nach wie vor unaufhörlich. Die gestern gekauften Regenponchos leisten auch heute noch gute Dienste!

Der Regen hat nachgelassen und es ist schon angenehmer hier herumzulaufen.

Aus dem Parkhaus holen wir unseren Smartie ab, tanken und fahren die ca. 120 Km zurück nach Verona. Sofort merken wir, das uns dort besseres Wetter erwartet …

Als wir Verona erreichen – es ist fast Abendbrotzeit – zieht es uns natürlich wieder in die Innenstadt und – zack – sitzen wir wieder vor der Arena. Heute werden wir Nudeln zum Abendbrot essen. … und die sind vielleicht lecker!!

Romeo und Julia

Gerade ist es 18²° Uhr und gern nutzen wir die Möglichkeit zum Balkon von Julia zu gehen – du weißt schon – Romeo und Julia.

Romeo und Julia ist eine Tragödie von William Shakespeare. Das Werk schildert die Geschichte zweier junger Liebender, die verfeindeten Familien angehören und unter unglücklichen Umständen durch Selbstmord zu Tode kommen. Die Handlung des Stückes umfasst einen Zeitraum von fünf Tagen und spielt zur Sommerzeit in der norditalienischen Stadt Verona.*

Nun geht es langsam zurück zum Hotel, denn es könnte morgen anstrengend werden, denn es geht mit dem Smart nach Hause. Dazu wollen wir früh starten.


Unsere heutige Tour (2x gefahren) in graphischer Darstellung:

ca. 120 Kilometer, Fahrzeit ca. 1 Stunde


Montag, 29.07.2019

Früh ist es, als der Wecker klingelt. Frühstücken werden wir später, jetzt gibt es einen Kaffee und wir machen uns auf den Weg zum Parkhaus, wo unser Reise-Smart schon wartet.

Um 6°° Uhr verlassen wir das Parkhaus und trotz der frühen Zeit kann man die Ausfahrt nicht verfehlen … einfach den Pfeilen folgen ;o)

Wir kommen gut voran, die Straßen sind frei und auch auf der Autobahn ist wenig Verkehr. Wir haben einen weiten Weg. Essen gibt es heute bei McDonalds an Raststätten und oft tanken wir auch gleich. Der Smartie meistert die Strecke super!


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 1000 Kilometer, Fahrzeit ca. 10,5 Stunden

FAZIT:

Eine Oper ansehen, obwohl man nicht ein Liebhaber dieser Art der Musik ist – ja – es ist kein Problem. Die Musik stört gar nicht, denn es ist so viel los auf der Bühne! Der Text wird übersetzt und als Laufschrift angezeigt. … und auf einmal ist man irgendwie drin, alles passt und auch der Gesang alles gehört einfach dazu. Es ist wirklich ein Erlebnis und ich bin der festen Überzeugung, lieber Leser, es würde einigen Leuten gefallen, die es so lange abstreiten würden, bis sie es erleben …

1000 Kilometer reisen mit dem Smart 453 fortwo ist gar kein Problem. Es geht sogar sehr gut. Mit Gepäck für ein verlängertes Wochenende kann man gut fahren. Unsere Reisegeschwindigkeit betrug in Deutschland etwa 140 Km/h, in Italien sind zwischen 130 und 110 Km/h gestattet, die fahren wir auch.

die Tour heute …

* Wikipedia

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