Reise durch Südnorwegen


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… mit dem Wohnmobil in Südnorwegen unterwegs


Samstag, 30.07.2022, 23. Tag

Auf dem Platz ist es fantastisch ruhig und das bleibt es auch über das Frühstück, denn viele Camper sind in der Nacht hinausgefahren um zu angeln und schlafen jetzt. Wir haben noch keine Sonne, aber warmes Wetter und sitzen nun vor dem Mobil zum frühstücken.


Nach unserer gestrigen Bootsfahrt wollen wir heute hoch hinaus. Es gibt eine kleine Aussichtsplattform auf dem Bergmassiv, welches neben dem Platz in die Höhe steigt.

Nach dem Frühstück – es ist noch nicht so warm – haben wir unsere Wandersachen angezogen und laufen los.


Wie üblich ist anfangs ist der Weg eine ganz normale geschotterte Straße, die sich dann etwas verjüngt, immer enger wird und in einem kleinen Klettersteig endet. Auch im Wald ist der Boden durch und durch feucht, oft erinnerte Weg an einen morastigen Trampelpfad.


Irgendwann sind wir am Ende des Wanderwegs angekommen. Der Ausblick ist fantastisch! Auf einer kleinen Bank kann man den fantastischen Ausblick genießen und ein wenig ausruhen, bevor es auf den Rückweg geht.


Es geht wieder durch den Wald zum Platz. Auf einem Teil der Strecke gibt es zwei Wege. Das trifft sich gut, so können wir jetzt auch den zweiten kennenlernen 😉

… wieder auf dem Wasser …

Wir machen heute, als wir zum Mobil zurückkehren, nur noch Urlaub.


Ich drehe eine schöne Runde mit dem SUP, die Sonne scheint und es herrscht, neben einer leichten Briese, eine herrliche Ruhe auf dem Wasser. Es ist einfach wunderbar – wie Urlaub. 😊


Nach dem Kaffee und ein bisschen Ruhe, geht es noch ins Wasser. Es ist richtig herrlich. Etwas kühl am Anfang, doch wenn man erst einmal ein paar Schwimmzüge hinter sich hat geht es.


Zum Abend dieses schönen Urlaubstages haben wir den gestern selbstgefangenen Fisch.
… sehr lecker!



Sonntag, 31.07.2022, 24. Tag

Das Wetter soll laut unserer App heute sehr durchwachsen sein und überwiegend von Regen geprägt. Gut, das wir heute einen Fahrtag haben. Natürlich, und das weißt du auch lieber Leser, muss man für eine weite Reise auch mal ein bisschen im Auto sitzen und Kilometer abspulen.

ein Fahrtag

Das ist heute der Plan. Der Campingplatz schläft noch, während wir die Maschine anlassen und langsam vom Platz rollen.


Selbstverständlich sind alle unsere Sinne geschärft, denn hier gibt es Elche! In der Nähe des Campingplatzes befindet sich ein Flugplatz für Modellflugzeuge. Dieser wird scheinbar sehr gerne von Elchen genutzt. Als wir daran vorbei kommen, trauen wir unseren Augen nicht! Es stehen tatsächlich drei Elche auf diesem kleinen Flughafen. Sofort schalte ich den Motor ab und wir rollen langsam auf der Straße weiter, bis wir zum stehen kommen.


Jetzt können wir sie schön beobachten! Mit dem Fernglas geht es wirklich super, die Kameras am Handy sind etwas überfordert ohne Objektiv.

Info: scheinbar lassen sich Elche sehr gut früh am Morgen oder spät abends beobachten. In der jetzigen Zeit haben wir immer Elchkühe mit meist zwei Jungen gesehen. Immer bei unseren Sichtungen, bleiben sie in der Nähe des Waldrandes und äsen auf einer Wiese. Persönlich fand ich, dass man die Elche recht schnell erkennt, denn sie sind eine deutliche Anomalie wenn der Blick über die Landschaft streift. Aufmerksam sehen Sie sich um, rennen aber meist nicht hektisch weg.

Wir setzen unseren Weg fort und freuen uns über die landschaftliche Vielfalt, sowie die Schönheit der Landstraße 17.


Irgendwann stößt die 17 auf die E6. Nun sind wir wieder auf der Europastraße unterwegs, sie ist jedoch zu dieser Zeit (es ist 7:00 Uhr) noch sehr leer. So kommen wir gut voran und bemerken, dass auch die E6 schöne Stellen Norwegens zeigt.


Zu ändern ist es einfach nicht – immer wieder besuchen wir Tankstellen auf dieser Reise …


Das Problem ist, dass es kaum  Ausweichstraßen gibt und wenn man zügig vorankommen will, dann kommt man an dieser Europastraße nicht vorbei. Dadurch ist sie etwa ab 10:00 Uhr gut gefüllt, so dass man immer einen Vordermann hat – oder man selbst der Vordermann ist. Eine vielbefahrene Straße eignet sich gut, um Geld zu verdienen …

Maut auf der E6

Maut ist ein aus dem Althochdeutschen mūta (vgl. gotisch mōta) abgeleiteter Begriff für eine Zollabgabe im Sinne eines Wegzolls. Früher wurden auch die Bezeichnungen Wegegeld oder Chausseegeld bzw. Brückengeld verwendet.*


Hin und wieder gibt es verschiedene Möglichkeiten etwas einzukaufen, gern halten wir an den Souvenirläden der Samen. Hier kann man schnell etwas finden und um ein paar Euro (ja, man kann mit Euro zahlen) lassen sich immer mal herunterhandeln 🤠


Zwischen den beiden folgenden Bildern liegen ca. 40 min Fahrzeit … das Wetter ändert sich schnell.


In Otta ist unsere Abzweigung. hier fahren wir auf die Landstraße 15, die uns über Lom direkt in Richtung Geiranger führt. Irgendwann biegen wir auf die 63 ab.

Wir erklimmen ein Hochplateau und da sehen wir schon, dass vor uns eine Wolke zwischen den Felsen fest hängt! Was das bedeutet soll uns schnell klar werden: wir fahren die Serpentinen zum Geirangerfjord hinunter – diesmal im absoluten Nebel! Sichtweite circa 20 m.


Das ist vielleicht ein eigenartiges Gefühl! Die Straßen sind schon bei guter Sicht unangenehm eng, jetzt im Nebel wird es nicht besser!


Umso tiefer wir in den Fjord kommen, desto besser wird die Sicht. Die Wolken hängen tatsächlich oben in den Bergen fest– hier unten im Fjord regnet es dafür im Moment.
Ach, sieh mal an, ein Kreuzfahrtschiff hat in der Bucht festgemacht.


An Geiranger fahren wir vorbei und sieh mal, jetzt geht es schon rechts ab zum Platz! Hier haben wir schon 2013 und 2016 gestanden und sind wieder hier, weil wir mit diesem Platz zufrieden sind. Nun stehen wir an der Rezeption des

Geirangerfjorden Feriesenter – Cabins & Camping

Webseite, googlemaps, meine Einschätzung


Was haben wir für ein Glück – es ist gerade 15:35 Uhr – zwei Fahrzeuge sind vor uns, dann sind wir dran und bekommen einen freien Platz zugeteilt. Hier stehen wir nun und sehen durch die Scheiben dem Regen zu. Als der Regen pausiert, kommt der Grill zum Einsatz.


Wir haben wieder Lachs einkaufen können und machen eine weitere Variante des – in diesem Urlaub entdeckten – Lachsburger. Diesmal kommt Toastbrot zum Einsatz und etwas weniger Gemüse … Während der Grill arbeitet läuft das Kreuzfahrtschiff aus.

Als wir zu Abend gegessen haben, drehen wir noch eine kleine Runde über den Platz. An der Rezeption hängt nun ein Zettel: „CAMPING FULL“ und so sieht es auch aus!
Ganz in der Nähe steht ein Brandenburger Fussballfan – sieh mal diese Rückwand an …


Die BSG Stahl Brandenburg (offiziell: Ballspielgemeinschaft Stahl Brandenburg e. V.) ist ein Sportverein aus Brandenburg an der Havel. Am 20. November 1950 wurde die Betriebssportgemeinschaft BSG Stahl Brandenburg gegründet. Trägerbetrieb war das örtliche Stahl- und Walzwerk. Zwischen 1984 und 1991 spielte die BSG Stahl in der DDR-Oberliga.*

Als wir zum Mobil zurückkommen, machen wir nichts mehr. Wir sehen etwas fern und sind beide einfach KO.



Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 560 Kilometer, Fahrzeit ca. 8 Stunden


Montag, 01.08.2022, 25. Tag

Regentropfen klopfen am Morgen aufs Dach, da können wir ruhig noch ein bisschen liegen bleiben. Wir haben 2 Nächte gebucht und heute haben wir den ganzen Tag hier am Geiranger Fjord.


Als aus der ersten Reihe jemand abfährt, fahren wir direkt vor und stehen nun direkt am Fjord. Jetzt können wir frühstücken, dann gehen wir zu Fuß nach

Geiranger

Geiranger ist ein Ort in der norwegischen Kommune Stranda. Der Ort liegt von hohen Bergen umgeben am Ende des Geirangerfjordes in der Provinz Møre og Romsdal und hat etwa 250 Einwohner; in den Sommermonaten steigt diese Zahl auf bis zu 2000 Einwohner an. Die Einwohner leben fast ausschließlich vom Tourismus, es kommen neben den Hurtigruten-Schiffen jährlich bis zu 200 Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord und somit in Geiranger an. In den Wintermonaten ist der Fjord nicht beschiffbar, da von den umliegenden Bergen Lawinen abgehen, die dann hohe Wellen verursachen.*

Als wir auf dem Weg vom Campingplatz zu dem kleinen, beschaulichen Ort sind, fährt ein Kreuzfahrtschiff in den Fjord ein.


Die überwiegenden Geschäfte hier im Ort sind auf die Kreuzfahrtschiffe abgestimmt. Hauptsächlich kann man Souvenirs kaufen oder man geht in einen Andenkenladen und erwirbt kleine Andenken an Norwegen. Viele Geschäfte haben auch typisch norwegische Reiseerinnerungen an Reisen und Sehenswürdigkeiten … also du merkst schon – alles gleich.


In einem dieser Läden habe ich Fotos von den Regalen gemacht, in denen die angebotenen Trolle zu kaufen sind. 


Ja – alle Aufnahmen stammen aus einem Laden!

An einer Backstube, einem Hotel und einem Café gehen wir vorbei, doch schon lockt der nächste Souvenirladen und wir stehen schon wieder zwischen den Regalen …


Der Vorteil ist, dass es hier in dem Laden gar nicht regnet. Draußen sieht es anders aus – ein ordentlicher Schauer ergibt sich über den Ort.

Als wir Geiranger am Ufer des Fjords durchquert haben, kommen wir noch zu dem Wohnmobilstellplatz am Ende des Fjords. Uns würde dieser Stellplatz nicht so zusagen, wir meinen deutlich gemütlicher auf unserem kleinen Platz aufgehoben zu sein.


Auf dem Weg zurück merken wir deutlich in den Beinen dass wir hier doch einige Höhenmeter überwinden müssen. Man sieht es erst am Campingplatz dort unten.

StandUp paddeln im Fjord


Am Platz zurück trinken wir einen Kaffee, und ich mache das SUP fertig. Zu gern möchte ich im Geiranger Fjord eine Runde drehen. Werde ich es zu den sieben Schwestern schaffen?


Das fahren in diesem Fjord ist anstrengend. Überwiegend steile Felswände die rechts und links den Fjord säumen werfen jede Welle zurück und durch die vielen Boote kommt das klare Wasser überhaupt nicht zur Ruhe. Zwischen den permanent wechselnden Wellen ist das Fahren nicht so einfach.


Ich falle nicht ins Wasser, doch die Fahrt strengt sehr an. Zu den 7 Schwestern ist es mir zu weit. Ich kehre unterwegs um.


Die Aussicht auf dem Fjord ist natürlich überwältigend! Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn du hier bist, ein Paddelboot zu mieten oder in weiser Voraussicht schon von zu Hause irgendetwas mitzubringen, was dich über Wasser hält. Es ist wunderbar hier auf dem Wasser zu sein und in den Fjord zu sehen!

Als ich wieder am Campingplatz anlege, ist es Zeit für ein Bad. Natürlich ist das Wasser mit den 14°C enorm frisch, doch trotzdem ist es einfach herrlich!


Den weiteren Nachmittag verbringen wir wie Urlaub. Entspannen, lesen und Nichts tun.
Ein kleines Tagesvideo habe ich zusammengestellt, sieh mal rein 😉

Zum Abendbrot haben wir heute Tintenfische, die sind lecker, wenn sie frisch vom Grill kommen. Sie enthalten keine Tinte mehr, aber wem sollten wir auch schreiben? Unsere Urlaubsgrüße verteilen wir ja digital … 🤔 Dazu zaubert Kerstin Spaghetti Aglio.

Tintenfische (Coleoidea oder Dibranchiata) sind Weichtiere, die im Meer leben. Sie haben einen Tintenbeutel, aus dem sie bei Gefahr ein dunkel gefärbtes Sekret ausstoßen, Tinte genannt.*


Noch während unserem Abendbrot läuft das Kreuzfahrtschiff aus …

das Wetter am Fjord


Über den Tag verteilt habe ich immer mal wieder Aufnahmen vom Wetter gemacht und am Ende des Tages und des Fjordes entsteht ein wunderschöner doppelter Regenbogen, das ist keine Spiegelung!

Der Regenbogen ist ein atmosphärisch-optisches Phänomen, das als kreisbogenförmiges farbiges Lichtband in einem von der Sonnebeschienenen Regenschauer erscheint. Die Erscheinung kommt durch das von Regentropfen gebrochene und zurückgeworfene Sonnenlicht zustande. Beobachter können die farbigen Bögen nur sehen, wenn die Sonne im Rücken tief genug steht. Der Farbverlauf umfasst die Spektralfarben des mit dem Auge sichtbaren Bereichs des Sonnenspektrums.*

Zum Abend wird es ruhig, das Wasser wird glatt und es wird auch recht kühl. Vor dem Mobil möchte man nicht mehr sitzen, dafür ist es zu kalt. So gehen wir hinein.


* Wikipedia