Segeltour – Lagos – Cabo de São Vicente

mit dem Wohnmobil in Portugal

Eine Segeltour auf dem Atlantik mit der Condor de Vilamoura. Sardinen, Wellfleisch, Salat, Weißbrot und Wein – ein Nationalgericht Portugals. Durch Lagos fahren wir nach Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas.

24. Juli 2007

Nach dem Frühstück geht’s mit den Fahrrädern nach Vilamoura in den Hafen. Heute startet unsere Segeltour! Während wir pünktlich am Hafen stehen und auf das Schiff sehen, mit dem wir in etwa einer dreiviertel Stunde starten wollen, stört uns ein bisschen die Ruhe, die hier noch herrscht. Die größten Bewegungen gehen, selbst 30 Minuten vor der Abfahrt, von den Wellen im Hafenbecken aus. Endlich kommt die Frau vom Kartenverkauf zur Arbeit. Nach einer kurzen Unterhaltung mit ihr erkennt sie das Problem die Zeitverschiebung!

In Portugal ist es eine Stunde später als in Deutschland! Bei jeder Flugreise wird daran erinnert … ! Zufrieden, dass wir nicht eine Stunde zu spät hier sind, erleben wir dann eine fantastische Fahrt mit dem Segelschiff.

Tagesausflug mit der „Condor de Vilamoura“

8°° Uhr am Hafen Vilamoura in Portugal

9°° Uhr ist die Abfahrt geplant

… die Segel sind gesetzt und entlang der Küste geht es westwärts …

Wir fahren von der Sandalgarve zur Felsalgarve, langsam ändert sich das Bild der Küste:

Naturräumlich wird die Algarve von Nord nach Süd in drei Bereiche unterteilt: 
SerraBarrocal und Litoral.
Die Serra ist ein aus Sandstein und Tonschiefer bestehendes und sich auf einer Höhe von ca. 300-500 m hinziehendes Hügelland.
Der Sotavento wird auch als „Sandalgarve“ bezeichnet, denn das Gebiet ist von langen Sandstränden und Lagunenlandschaften geprägt.
Dagegen nennt man den Barlavento „Felsalgarve“, handelt es sich doch um eine zerfurchte 20–50 m hohe Steilküste mit malerischen Formationen aus gelben und rötlich braunen  Kalk- und Sandsteinfelsen und kleinen Buchten.*

Nach etwa zwei spannenden Stunden Fahrt entlang dieser sich ständig wandelnden, sich in
permanenter Veränderung befindlichen Küste, kommen wir an diese malerische Bucht:

… angekommen.

Diese Bucht, umgeben von Felsen, ist vom Festland nicht erreichbar. Im Grunde scheint es ein Stückchen Paradies zu sein …

Wir verlassen „unser“ Schiff und dürfen uns eine Höhle ansehen, deren Zugang ganz versteckt zwischen den Felsen liegt … als wir den Eingang passieren bietet sich ein fantastisches Bild.

Eine Höhle – in Sonnenlicht getaucht, denn sie ist oben offen – bietet den so oft gesuchten,
wirklich einsamen Strand. Wir legen mit dem Schlauchboot nicht an, drehen ab und fahren an die fantastische Bucht.

Eine Höhle – in Sonnenlicht getaucht, denn sie ist oben offen – bietet den so oft gesuchten,
wirklich einsamen Strand. Wir legen mit dem Schlauchboot nicht an, drehen ab und fahren an die fantastische Bucht.

… hier warten schon unsere Mitreisenden und die Crew des Seglers bereitet unser Essen. Zwischenzeitlich vertreiben wir uns die Zeit mit baden …

… sehen uns die Bucht genauer an …

… sehen noch einmal zum Schiff zurück, fühlen uns wie die Piraten …

… dann gibt es die frisch gegrillte, portugiesische Nationalspeise:
Sardinen und dünnes Wellfleisch, Salat, Weißbrot und Wein

Nach einem weiteren Bad im eisig – kalten Atlantik oder wahlweise in der Sonne geht es 
nach einiger Zeit wieder zurück auf „unseren“ Segler, um die Heimfahrt anzutreten.

Die Segel werden gesetzt, die Condor de Vilamoura nimmt Fahrt auf

Es war so fantastisch – mir fehlen wirklich die Worte.

Mit dem Rad geht es zurück zum Platz und geschafft bleiben wir ganz ruhig.



25. Juli 2007

Wir frühstücken und bereiten unsere Abfahrt vor. Oft haben wir beobachtet, das viele Camper ihre Fahrzeuge vor der Abreise gewaschen haben. So stehen wir auch am Waschplatz und schrubbeln den Staub vom Mobil. Gegen 11°°Uhr verlassen wir Quarteira und rauschen auf der N12o über eine Brücke nach

Lagos

Lagos ist eine Hafenstadt an der portugiesischen Algarveküste. Sie liegt etwa 30 km östlich von Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas nahe Sagres. Lagos gehört dem Distrikt Faro an und ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises (Município Lagos).*

Hier in Lagos sehen wir uns die Stadt und die Sehenswürdigkeiten an. Es ist, uns ist warm.

Auf der Praça da República (Platz der Republik) befand sich der historische Sklavenmarkt (Mercado de Escravos). Auf dem Platz steht seit 1960 ein Denkmal für Heinrich den Seefahrer (Infante D. Henrique)*

Hinter der schlichten Fassade der Kirche Igreja do Santo António verbirgt sich ein üppig ausgestatteter, barocker Innenraum. Er beherbergt eine Trompe-l’œil-Decke, einen vergoldeten Barockaltar, vergoldete Holzstatuen, Schnitzwerk im Chor sowie Azulejos an den Wänden.*

Durch das Stadttor Porta de São Gonçalo beim ehemaligen Castelo dos Governadores (Gouverneurspalast) erreicht man über eine Holzbrücke das Fort Ponta da Bandeira
das seit dem 17. Jahrhundert den Hafen verteidigte.*

Wir verlassen Lagos, sind auf dem Weg nach Cabo de Sao Vincente als ein unscheinbares Hinweisschild am Straßenrand mit der Aufschrift „Figuera“ uns veranlasst, den geplanten Weg zu verlassen. Der erste Gedanke ist hier zu Figuren geführt zu werden, die aus Sand am Strand gebaut werden, denn Werbeschilder sehen wir überall davon. Als wir abbiegen fahren wir auf einer Schotterpiste.

Jedoch das Bild ändert sich und eine gewisse Vorfreude entsteht!

Leider können wir nicht ewig an diesem schönen Ort verweilen, denn heut wollen wir ja noch an das Ende der Welt … So geht es los und als wir zur erneuten Orientierung anhalten, sehen wir den nächsten fantastischen, großen Strand!

Wir sind unserem Ziel schon sehr Nahe, lediglich dieser Straße müssen wir noch folgen – eine Sackgasse – garantiert!

Cabo de São Vicente

Das Cabo de São Vicente bei Sagres in Portugal bildet gemeinsam mit der benachbarten Ponta de Sagres die Südwestspitze des europäischen Festlands. Die Algarve besteht dort aus einer felsigen, bis zu 70m hohen Steilküste mit karger, baumloser Vegetation.*

Auf dem Cabo de São Vicente befindet sich ein Leuchtturm, dessen Lichtkegel 32 Seemeilen (knapp 60km) über den Atlantik reicht und der als der lichtstärkste Leuchtturm Europas gilt.*

Hier gibt es den zwischenzeitlich berühmten Bratwurststand
Letzte Bratwurst vor Amerika„.
Als wir gegen 17³°Uhr ankommen besuchen wir sofort diesen Stand.  GLÜCKLICHERWEISE!!! Wir bekommen (für diesen Tag) tatsächlich die letzten Bratwürste! 
Es waren nur noch Nürnberger Würstchen auf dem Rost, der Rest ist ausverkauft.

Es stürmt hier auf dem südwestlichsten Punkt Europas. Die Steilküste beeindruckt uns enorm und ewig kann man dem Spiel der Wellen zusehen oder die Unendlichkeit des Atlantiks bestaunen.

Unser Weg führt uns heute noch auf den

Campingplatz bei Milfontes

Webseite, googlemaps

Im Campingführer haben wir uns diesen Platz ausgewählt, denn es liegt etwa auf der Hälfte des Weges zwischen Cabo de São Vicente und Lissabon. So lesen wir, dass es hier die Möglichkeit gibt im Atlantik zu baden und der Platz wird als modern und komfortabel beschrieben. 
Als wir gegen 21³°Uhr vor den Toren stehen, reichen unsere Englischkenntnisse um zu verstehen: es ist voll, keine Chance, nicht einmal auf einen Stellplatz. Kurzerhand bleiben wir auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz stehen und legen uns schlafen.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 230 Kilometer, Fahrzeit ca. 5 Stunden

* Wikipedia