Urlaub in den Dolomiten

Sommerurlaub 2021 – in den Dolomiten unter den 3 Zinnen

mit dem Wohnmobil in die Dolomiten


Dienstag, 20.07.2021

Wieder beginnt ein wunderschöner Tag. Was haben wir für ein Glück, denn wieder sehen wir den blauen Himmel hinter den Bergen und unser heutiger Fahrrad-Tag wird wohl regenfrei.

Bevor unsere Tour beginnt, gibt es natürlich an unserer Lieblingsstelle ein leckeres Frühstück. Wir haben uns gut an ein Frühstücksomelette gewöhnt.

Dann müssen wir aber auch schon starten, denn unser Termin rückt näher und näher!

unsere E-Bike-Tour

Wir fühlen uns willkommen beim Fahrradverleih. Der Vermieter ist sehr nett und nimmt sich Zeit, uns mit der Technik vertraut zu machen, stellt die Sattelhöhe ein und erklärt uns noch einmal die Strecke, wobei er einige Eigenarten erwähnt. Dann starten wir.

Während der ersten Kilometer werden wir immer Vertrauter mit diesen Sportgeräten. Ja Sportgeräte, denn die Mountainbikes der Firma CUBE sind nicht bequem oder so – man wird zu einer sportlichen Haltung auf dem Rad gezwungen. In den nächsten Stunden wird es uns anstrengen … Jetzt ist erst einmal eine kleine Pause vor herrlichem Panorama.

Unsere Tour geht immer entlang am Schmelzwasserfluss. So können wir immer wieder unsere Wasserflaschen auffüllen. Später haben wir sogar einige (kleine) Wasserdurchfahrten zu bewältigen, als wir am Flussbett fahren und die Zuläufe durchqueren müssen. Später geht es durch den Wald und wer die Fahrradfigur nachstellen kann ist im Kopf 30 Jahre geblieben 😊

Das folgende Video gibt dir ein paar Impressionen unserer Fahrt nach Misurina. Es geht durchs Wasser und mit herrlichem Panoramabildern auf Schotterpisten zum Ziel.

kleine Pause

Im Wald kommen wir an eine Raststätte. Hier im Schatten sind angenehme Temperaturen. Hier gibt es einen Apfel und etwas zu trinken. Wir merken nun, das man sich trotz des E-Motors am Rad ordentlich bewegt. Erste Rückenschmerzen sind zu merken …
Auf dem Schild ist der weitere Verlauf der Strecke zu sehen und wo wir jetzt stehen.

… es geht – jetzt erst richtig – bergan!

Nun sind wir zufrieden, das die Räder mit modernen Motoren und einer guten Schaltung ausgestattet sind. … hoffentlich reicht die Akku-Leistung aus!?!?!

Die Steigungen, die uns jetzt erwarten sind oft mit 15% angegeben. Das bedeutet, das auf 100m Weglänge 15 Höhenmeter zu erklimmen sind. Das ist steil und trotz voller Motorleistung anstrengend.

Immer weiter geht es den Berg hoch. Immer wieder machen wir eine kleine Pause, denn es wird auf dem letzten Drittel noch richtig anstrengend. An der steilsten Stelle der Strecke dreht das Rad im Schotter einfach durch (volle Kraft vom E-Motor). Hier hilft nur noch absteigen und die Schiebehilfe drücken …


Eine Pause machen wir noch, dann geht es die letzten 45 Minuten bis nach Misurina. Mittlerweile tut uns nicht nur Hintern und Rücken weh, jetzt kommt auch noch der Nacken hinzu, denn durch die Sitzposition muss man den Kopf immer nach hinten überstrecken. Dann – nach 3h20min – ist das Ziel erreicht!

Nach kurzer Wartezeit bekommen wir einen Platz auf der Terrasse einer Pizzeria direkt am See. Das Essen schmeckt wunderbar – klar, es gibt Pizza – auch das Eis und die Aussicht ist toll!

Lange können wir gar nicht auf der Terrasse verweilen und die Aussicht genießen, denn es wollen noch andere essen! Die laufen vor den Tischen auf und ab und so stehen wir schon bald auf und gehen noch eine kleine Runde am See entlang. Natürlich – wer möchte daran zweifeln – finden wir den Weg zu jedem Laden, der hier heute seine Türen offen hat 🙂

Als wir zu den Rädern zurückkommen, sehen wir auf dem Display nur noch zwei Balken von der Akku-Anzeige. Puh – werden wir es schaffen mit diesem letzten Strom-Rest? Hauptsächlich geht es ja bergab, doch die ein oder andere Steigung müssen wir trotzdem bewältigen …

Auf dem Weg, auf dem wir erst vor einigen Stunden – lediglich in der anderen Richtung – unterwegs waren, entdecken wir nun völlig neue Aussichten. Es ist fast, wie eine andere Strecke und ebenso faszinierend mit wunderschönen Aussichten auf diese herrliche Natur hier.

Überwiegend bestehen die Wege aus Schotter und Sand. Hier muss man bei höheren Geschwindigkeiten – und die erreicht man wirklich schnell bei 15% Gefälle – ganz gut aufpassen. Die breiten Reifen auf den Mountainbikes sind gut und halten diese Belastung gut aus, doch so gut trainiert sind wir für solche Strecken nicht.

Wir kommen an unsere Verleihstation und die Akkus sind fast leer. Nicht nur die von den Rädern – unsere Akkus sind auch leer. Trotz der starken Motoren mussten wir uns anstrengen. Trotzdem war diese Tour wunderschön und solltest du in die Nähe kommen, nimm dir einen Tag Zeit und fahre mit dem Rad nach Misurina.

Heute Abend essen wir etwas und sehen zu, das wir entspannen können. Erst durch lesen und dann sehen wir fern. … schlafen können wir gut 😉



Mittwoch, 21.07.2021

Hmmm – es geht. Ja! Ich staune, doch ohne Probleme kann ich mich bewegen. Die Anstrengung von gestern hat nicht die befürchteten Schmerzen hinterlassen …

Ich gehe – wie hier jeden Morgen – an den Fluss und genieße das sprudeln und gurgeln, die Aussicht auf die Felsen und erfreue mich an der unerschütterlichen Gelassenheit, die sie für mich Ausstrahlen.

Nun bereiten wir das Frühstück vor und wie bisher schon fast jeden Tag, können wir vor dem Mobil frühstücken. Es sieht auf den Fotos ein bisschen frisch aus, doch kalt ist es nicht. Paprika und Pilze ergeben heute zusammen mit Ei ein leckeres Omelette. (Rezepte)

Das Wetter passt gut – wir hatten ja mit der WetterApp geplant – denn heute geht es in den naheliegenden Wintersport-Ort

Cortina d’Ampezzo

Cortina d’Ampezzo ist ein renommiertes Winter- und Bergsportzentrum, das Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1956 sowie der Alpinen Skiweltmeisterschaften 1932,  1941 und 2021 war. Gemeinsam mit Mailand sollen in dem Ort die Olympischen Winterspiele 2026 ausgetragen werden. Der Tourismus dominiert den Ort aus wirtschaftlicher wie kultureller Sicht. Zusammen mit elf weiteren italienischen Wintersportgebieten gehört Cortina d’Ampezzo zum Verbund Dolomiti Superski.*

Dann fahren wir ab und haben Glück, als wir ankommen, denn tatsächlich finden wir noch einen freien Parkplatz in der Innenstadt. Siehst du auf dem Bild die blaue Fahrbahnmarkierung – sie bedeutet, dass das hier ein kostenpflichtiger Parkplatz ist.

Parken in Italien:
Parkplätze in den großen Städten sind farblich markiert:
Schwarz-gelbe Bordsteinmarkierungen bedeuten absolutes Parkverbot.
Blaue Linien weisen im Regelfall (ggf. auf bestimmte Zeiten beschränkte) gebührenpflichtige Parkplätze aus.
Gelbe Linien indizieren reservierte Parkplätze (z.B. Taxis, Busse, Anlieger). Wer hier parken will, benötigt im Regelfall eine besondere Genehmigung.
Weiße Linien zeigen kostenlose Parkplätze an. Zusätzliche Beschilderungen sind zu beachten.

Über eine kleine Nebenstraße erreichen wir den Stadtkern und stehen schon inmitten auf dem – noch leeren – Marktplatz. Die Wolken hängen noch tief, doch glücklicherweise gibt es hier gleich ein paar Geschäfte … und schon stehen wir drin.

Es ist nach 10°° Uhr und mehr und mehr erwacht die Stadt. Die Wolken lösen sich nach und nach auf und schon nach 4 Geschäften hat sich das Wetter auf „freundlich“ geändert.

Der Ort hat eine lange Einkaufsstraße und die kennen wir bald von beiden Seiten … Langsam machen sich Hungergefühle breit und da sehen wir, mitten auf der Straße, die Stühle und Tische unter ein paar Sonnenschirmen. Na das ist doch genau, was wir suchen!

In der „Bar Arnika“ ein Sandwich und ein Clubtoast mit Milchkaffee und Café – eine gute Wahl! Ein bisschen sitzen wir hier und sehen dem Treiben zu, bevor wir selber wieder zu einem Teil des Getümmels werden und auch noch die letzten Läden besuchen 😉

Dann geht es zum Smartie zurück und bei der Ausfahrt aus der Stadt werden wir durch den Schriftzug an einer Brücke noch einmal an die olympische Geschichte dieses Ortes erinnert.

Auf dem Rückweg biegen wir links auf die SP49 ab und fahren noch einmal nach Misurina, zu dem See an dem wir gestern schon mit dem Rad waren. Es wird ein ordentlicher Spaziergang, denn wir gehen einmal um den See. Irgendwie habe ich dabei das Gefühl, das er immer größer zu werden scheint …

Die Wolken werden langsam dichter und nach der See-Runde, die nur durch Kaffeetrinken und Kuchen essen unterbrochen war, geht es nun zurück zum Platz. Auf dem Rückweg muss ich schnell, von ein paar Tropfen getroffen, das Dach schließen …

Im Regen kommen wir an und der Platz ist noch gar nicht offen – bis 15°° Uhr ist noch Mittagsruhe. Es stört nicht weiter – können wir eine Nachmittagspause einlegen 😉
Als der Regen aufgehört hat, kann ich den Smartie vom Parkplatz holen und verladen.

So sind wir auf die Abreise morgen früh vorbereitet, jetzt gibt es aber erst einmal Abendbrot. Wir haben noch Wildschwein und die Paprika kommt gleich mit auf den Grill.

Zum Abend gehe ich noch einmal an das Flussbett und staune über die Wolken. Schon ohne Wolken stand ich gern hier – doch sieh mal bitte was die Wolken hier veranstalten …

Dann verbringen wir für dieses Jahr die letzte Nacht in den Dolomiten.


Unsere heutige Tour (80 Km) in graphischer Darstellung:



Donnerstag, 22.07.2021

Heute Morgen klingelt nach langer Zeit wieder einmal der Wecker, denn der Abreisetag ist angebrochen. 7°° Uhr öffnet sich die Schranke an der Rezeption und setzt uns so ein Startsignal. Alles ist vorbereitet und der Anhänger ist problemlos angekoppelt.

von Italien über Österreich nach Deutschland

Es geht gleich steil bergan – immerhin müssen wir die Dolomiten überwinden. Der Benz erledigt ohne Auffälligkeiten seine Arbeit und wir kommen gut voran. Als wir – gefühlt – oben auf den Bergen angekommen sind, machen eine kurze Pause. Ich prüfe die Befestigung des Smartie, während Kerstin noch einen Kaffee kocht.

Wir kommen Österreich schnell näher, dennoch müssen wir bei Innichen eine italienische Tankstelle besuchen, um noch ein wenig Treibstoff zu bunkern. Ich belasse es bei 10 Litern, weil ich nicht sicher bin , welche Steigungen uns noch erwarten. In Österreich wird der Diesel pro Liter 0,45 € preiswerter sein.

Auf zur Grenze nach Österreich und über die B 100 und später die B 108 direkt zum …

Felberntauerntunnel

Der Felbertauerntunnel ist ein Scheiteltunnel der Felbertauern Straße (B 108) durch den Felber Tauern der Hohen Tauern(Alpenhauptkamm), der das Bundesland  Salzburg mit Osttirol (Bundesland Tirol) wintersicher verbindet. Er ist 5282 m lang und somit der elftlängste Tunnel Österreichs. Im Tunnel liegt die Steigung in der Südhälfte bei einem und in der Nordhälfte bei zwei Prozent.*

Zeitweise sind wir allein im Tunnel und es geht zügig voran. Wir haben uns gedacht, noch einmal am Chiemsee anzuhalten und hier noch einen Urlaubstag zu verbringen deshalb sind wir auf dieser Strecke unterwegs. Diese Strecke lässt sich gut fahren – sie macht Spaß!

Hier in Kitzbühel können wir dann auch den preiswerten Treibstoff erwerben und ohne Umwege leitet uns das Navi zum Stellplatz Steiner nach Übersee (Nähe Chiemsee). Was für ein Schreck – der Platz ist komplett voll! Ich spreche mit Herrn Steiner, der mir gleich erst einmal erzählt, das er (ein Stellplatz) ausgebucht ist bis Ende August! Auch in der Nähe gibt es keinen freien Platz mehr …

Das ist in meinen Augen die Folge der undurchsichtigen Corona-Politik der Bundesregierung. Es ist ein permanentes hin und her. Sicherheiten gibt es nicht mehr – Grenzübertrittsregelungen ändern sich täglich, so bleiben viele Mobilisten im Land.

Mehrere Stellplätze und auch Campingplätze fahren wir an und erhalten immer die gleichen Antworten. Hin und wieder steht schon auf der Straße ein Schild, das der Platz ausgebucht ist. Am Stadtrand von München stehen wir im Stau …

Es nervt schon etwas, denn es geht nicht voran und die Sonne brennt durch die großen Fenster, während die Klima dagegen ankämpft … unterwegs haben wir uns wieder einmal für den Ammersee entschieden. Auf diesem Schotterplatz wird sicher noch etwas frei sein?

Das hat gut geklappt, hier finden wir einen Platz und da wir uns hier schon gut auskennen, finden wir – als wir uns auf den Weg machen – schnell Restaurant mit leckerem Mittagstisch.

Hmmmm – das ist wirklich lecker! Ein bisschen fehlt das nette Lächeln des Kellners, an das wir uns in den letzten 4 Wochen gern gewöhnt haben …

Nach dem Essen gehen wir durch Dießen und schaffen es tatsächlich an vielen Läden vorbeizugehen. Allerdings wollen wir der Eisdiele nicht widerstehen. In dieser italienischen Eisdiele lächelt die Bedienung 😊

Natürlich gehen wir auch noch an den See und sitzen hier einer der Bänke. Baden ist hier nicht so richtig vorgesehen – muss ich auch nicht unbedingt machen.

Als wir zum Mobil zurückkommen, ist der Platz schon deutlich voller geworden … und das Mobil ist schön aufgeheizt … also: Fenster auf und durchgelüftet! In dieser Situation ist der für uns neue Lüfter eine echte Bereicherung. Er hat sich echt gelohnt!

Den Abend verbringen wir im Mobil, denn auf dem Platz wollen wir nicht davor sitzen. Morgen, so haben wir uns entschieden, geht es dann auch schon nach Brandenburg.


ca. 390 Kilometer, Fahrzeit ca. 7,5 Stunden


Freitag, 23.07.2021

Es ist ruhig auf dem Stellplatz am Ammersee in der Nacht, denn kein Zug fährt und auch der Busbahnhof wird in der Nacht nicht von den Verkehrsbetrieben genutzt. Wir haben gut geschlafen.

Unser heutiger Weg wird ca. 630 Km betragen und wir sind fast ausschließlich auf „langweiligen“ Autobahnen unterwegs. 6:30 Uhr starten wir die Maschine und verschwinden, eine Staubwolke hinterlassend, vom Platz.

Zum Frühstücken besuchen wir McDonald. Hier geht es einfach schnell und es schmeckt. Auf der anderen Seite der Medaille ist es teuer und hält nicht lege vor …

Dann geht es immer weiter auf der A9 und natürlich begleitet einen auf den wichtigen Autobahnen der Republik immer das gleiche Gespenst:

Stau

Ein Verkehrsstau (kurz Stau) oder Verkehrsinfarkt ist ein stark stockender oder zum Stillstand gekommener Verkehrsfluss auf einer Straße. Als einer der Gründe dafür gilt eine zu hohe Anzahl von Fahrzeugen pro Zeiteinheit (oder pro Streckenlänge). Jedoch können Staus auch entstehen, obwohl die Kapazität der Straße bei gleichmäßig verteiltem und fließendem Verkehr ausreichte. Im Gegensatz zum Halten zählt der Verkehrsstau zum fließenden Verkehr.*

Ein bisschen sieht es auf der Gegenfahrbahn aus, als hätten sie direkt auf der A9 einen Campingplatz eröffnet …

Mit dem Tanken verbinden gleich noch einmal einen Besuch bei dem Restaurant mit der goldenen Möwe – das ist ja vielleicht ein Tag der Kalorien …
Interessant finde ich, das ei McDonald echt auf die Umwelt geachtet wird und zur Vermeidung von Plastikmüll auf die Strohhalme aus Kunststoff verzichtet wird. Das sieht dann so aus:

gut, das der Strohhalm nun aus ekliger Pappe ist 😆

Mal ist die Autobahn irgendwie richtig leer, mal stehen wir auch im Stau.

Irgendwann ist es auch geschafft und wir kommen zu Hause an.

FAZIT

Dieser Urlaub hat wirklich gut getan. Wir konnten uns erholen und die Zeit genießen. Italien hat – wie schon immer – seinen Charme ausgespielt und begeisterte uns auf ein Neues. Mit den Campingplätzen haben wir ausnahmslos Glück gehabt, sie waren und sind alle gut organisiert und überall kann man sich wohlfühlen. Sei es am Wasser der verschiedenen Seen, der Städte, oder in den Restaurants und Pizzerien oder in den Bergen in den Dolomiten, die einen wahrlich majestätischen Eindruck machen.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 610 Kilometer, Fahrzeit ca. 8 Stunden

* Wikipedia

… alle Fotos und Videos entstanden mit dem iPhone Xs mit der App „Pro Camera“, die Drohnenvideos mit der Drohne „Bebop Parrot 2“

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