die Nordlicht-Tour, Kiruna, Schweden II


Mittwoch, 05.02.2020

Heute werden wir Kiruna besuchen. Von Jukkasjärvi nach Kiruna sind es ca. 20 Kilometer. Also frühstücken wir gemütlich. Durch unser Küchenfenster sehen wir, wie sich das Wetter schier stündlich ändern kann … beide Aufnahmen liegen nur ca. 45 Minuten auseinander!

Wir fahren los und erreichen nach kurzer Zeit Kiruna.

Kiruna ist die nördlichste Stadt in Schweden. Der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde liegt in der Provinz Norrbottens län und der historischen Provinz Lappland. Der Name stammt vom nordsamischen Wort giron – der nordsamische Name für die Stadt – für Schneehuhn, das im Stadtwappen dargestellt ist.*

Es ist erstaunlich, wie gelassen die Kiruner mit der Natur umgehen. Genauer gesagt mit dem Schnee, der hier in Massen liegt. Die Autofahrer fahren äußerst Rücksichtsvoll und es stört keinen, das die Fußgänger eben auf der Straße gehen, weil der Gehweg vor Schnee gar nicht benutzbar ist. Die Straßen sind zwar gut geräumt, dennoch spiegelglatt. Unfallfolgen, die wir gesehen haben, waren defekte Stoßfänger vorn rechts, scheinbar von Tieren oder von Schnee- oder Eisbergen entlang der Straße.

die Kirche von Kiruna

Wir laufen durch den Ort, vergessen natürlich die recht wenigen Läden nicht. Sie freuen sich hier über Besucher. Bald kommen wir auch zur Kirche hier in Kiruna. Das ist kein Zufall, denn sie ist tatsächlich etwas Besonderes!

Die Kirche von Kiruna (schwedischKiruna kyrka) im nordschwedischen Kiruna wurde zwischen 1903 und 1912 nach Plänen des Architekten Gustaf Wickman gebaut.*

Die Kirche, die zu den bemerkenswertesten Gebäuden der schwedischen nationalromantischen Architektur gezählt wird, verbindet amerikanische Holzarchitektur mit Einflüssen der norwegischen Stabkirchen und samischen Koten. An der Ausgestaltung der Kirche beteiligten sich u. a. Prinz Eugen mit einem Altarbild sowie Christian Eriksson mit Georg als Drachentöter, einem Relief an der Fassade und zwölf Statuen auf dem Dach, die menschliche Gefühle symbolisieren, darunter Zärtlichkeit, Liebe, Mitleid und Verzweiflung.*

Nun ja, das war wirklich einmal etwas ganz anderes! Ich interessiere mich nicht so für Kirchen, wenn wir in irgendeiner Stadt sind, doch diese hier ist etwas besonderes – kommst du hier vorbei, sieh mal rein – es lohnt sich!

Gern möchten wir uns noch den Campingplatz hier in Kiruna ansehen, wir standen 2008 mit dem Reisemobil über Weihnachten hier. (Reisebericht). Also fahren wir zum

Camp Ripan

Webseite, googlemaps

Ein paar echt harte Camper halten hier aus. Die meisten Plätze sind geräumt, man kann also durchaus im Winter hier anreisen. Die Rezeption ist natürlich (schon wegen der Hütten) besetzt. Apropos Hütten – die Wasch-, Koch- und Aufenthaltshütte steht noch wie 2008.

Vielleicht kommen wir noch einmal mit dem Mobil her – mal sehen! Interessant ist es allemal hier oben im Norden von Schweden. Jetzt setzen wir uns wieder in unseren Miet-Volvo und fahren über verschneiten Straßen und Wäldern zurück nach Jukkasjärvi.

Wir trinken Kaffee und siehe da – die Sonne ist schon untergegangen. Im Moment ist es 16°° Uhr und wir machen einen Spaziergang. Wir wollen noch einmal zum Eishotel laufen … auf dem Eis des Torneälv.

Der Schnee knirscht unter den Füßen bei jedem Schritt, ein leichter Wind weht den Schnee wie Staub über den Fluss und in den Vertiefungen der vielen Spuren bleibt immer etwas davon liegen. Im Dunkeln kommen wir zum Eishotel.

Schön, die LED-Lampen im Eis – nicht war? Das macht schon ordentlich Eindruck!

Genau gegenüber vom Eishotel befindet sich ein Restaurant, schwedisch: Restaurang. Hier stehen vor Schreck auch gleich ein paar Eissäulen, die ebenfalls beleuchtet sind. Hier haben sie sogar eine Bank gebaut. Da setzen wir uns gleich mal drauf. Sie ist nicht bequem, aber kalt und leuchtet blau.

Nun geht es aber nach Hause – noch einen Blick zum Eishotel – dann gehts los. Wir schlafen super!



Donnerstag, 06.02.2020

ein Eisspaziergang

Wieder erwartet uns ein wunderschöner Morgen, die Sonne scheint bei -9°C und während im Kamin das Feuer knistert, frühstücken wir. Gleich werden wir einen Spaziergang machen. Wir werden heute um die kleine Halbinsel laufen (natürlich auf dem Eis).

11:40 Uhr sehen wir in die Mittagssonne, die über den Bergen steht. Die Sonne geht 8:27 Uhr auf und 15:21 Uhr wieder unter. Das sagt völlig stupide die Wetter App. Es beginnt ca. 7:30 Uhr zu dämmern und 16:30 Uhr ist es dunkel. Durch den Schnee und dem hellen Mond (wenn ihn nicht Wolken verdecken) kann man aber selbst im Dunkeln gut sehen. Alle Häuser haben hier wenigstens ein Licht im Fenster stehen, oft sind sie komplett beleuchtet. Auch, wenn scheinbar gar keiner dort wohnt.

In einem Schwedenforum erklärte es jemand so:
Stell´dir vor, du fährst von einem guten Freund nach Hause. Es ist Winter und du erleidest in einer dir wenig bekannten Region eine Motor- oder Reifenpanne. Wie glücklich wirst Du dann sein, dich zu erinnern, daß Du vor einigen Kilometern im Wald an einem Haus ein Licht hast brennen sehen. Deshalb lässt man seine Gårdsbelysning auch immer an. Leuchtet buchstäblich ein. Vor allem, wenn klar ist, daß es den Brauch schon länger als Handys gibt, mit denen man sich ja gleich den ADAC herbeiholen kann.

Dann kommen wir zu einer großen Kreuzung auf dem Eis. Ja! Es gibt hier ein richtiges Wegesystem. Die einzelnen Wege sind mit Ästen gekennzeichnet, so verliert man nicht die Orientierung. Im Moment kann man gut sehen – es kann auch Nebel, Schneesturm oder Dunkelheit die Sicht blockieren … oder alles zusammen …

Winterlandschaft

Es ist herrlich auf dem Eis – kalt, aber richtig angenehm. Im Moment haben wir richtig schneidigen Wind, doch selbst der ist ok. ;o)

Auf dem Rückweg sehen wir noch, wie sich die Schweden um ihre Spatzen kümmern.

Für den heutigen Nachmittag haben wir einen kleinen Ausflug geplant.

Hier haben wir einen Stellplatz gefunden. Er gefällt uns und sofort ist er vorgemerkt. Im Sommer kann er wunderbar sein, wenn wir noch einmal hier oben unterwegs sind, ziehen wir ihn in Betracht! Dann geht es weiter ins Hinterland, um Tiere zu entdecken ;o)

Zack – die ersten Rentiere sind entdeckt. Eines ist fast im Schnee versunken … Wir halten an und sehen sie uns an. Die beiden lassen sich nicht von uns stören – vielleicht wissen sie, das wir durch diesen Schnee auf keinen Fall zu ihnen kommen können.

Plötzlich ist ein Schatten im Blickwinkel zu entdecken, der nicht so richtig in den Wald hier passt. Sieh mal, so ungefähr sah es aus:

Siehst du den Schatten zwischen den Bäumen … das ist er, der echte Ureinwohner Schwedens.

ein Elch

Man – das ist vielleicht ein Riese! Wahnsinn! Das hätte ich nicht gedacht – ich finde Pferde schon riesig, doch ein Elch steht da deutlich über den Dingen. Irgendwann geht er einfach tiefer in den Wald. Die Schneehöhe von über einem Meter stören ihn gar nicht …

Immernoch völlig beeindruckt fahren wir weiter und glauben unseren Augen kaum!

ein Rentier

Voller Freude kommen wir nach Hause. Das sind ja vielleicht Eindrücke, die wir hier gesammelt haben! Es ist so schön! Beim Abendbrot meldet sich die Aurora App. Es wären heute Nordlichter zu sehen …

Dieses kleine Nordlicht zwischen den Wolken ist der ganze Erfolg für heute Abend. Ich gehe bei diesen App Alarmen immer wieder jede halbe Stunde vor die Tür, in den dunklen Teil des Areals und beobachte den Himmel. Heute ist es einfach zu Wolkig … Schade, doch nicht einmal der Mond ist richtig zu sehen.



Freitag, 07.02.2020

Die Bewölkung hat sich nicht verzogen. Auch heute morgen hängt eine dicke Wolkendecke über den Norden. Es hat ca. 5cm Neuschnee gegeben, doch eines ist klar – ohne Wolken kein Schnee ;o)
Nach dem Frühstück starten wir, denn wir haben uns heute vorgenommen die Turiststation in Abisko zu besuchen. Es wird eine interessante Fahrt werden. 120 Kilometer (eine Tour) durch den verschneiten Norden. Im Moment sind -5°C, wir starten.

Es schneit weiter und der Schnee fällt immer dichter und dichter. Die so gut geräumten Straßen sind plötzlich komplett verschneit und alle Fahrzeuge haben hinter sich eine riesige Schneestaubwolke. Diese Straße haben wir erst im Sommer befahren, da war es ein Erlebnis. Seen, Berge und Wälder – die Natur anzusehen war sehr schön. Jetzt, in der Schneewüste sieht alles gleich aus …

Turiststation Abisko

Dann kommen wir an. Ja, wir hatten auf besseres Wetter gehofft, doch der Nebel und die Wolken sind hier ebenso aufgezogen, wie bei uns. Also brauchen wir nicht auf den Berg fahren – den Berg sehen wir nicht einmal … dafür aber den kleinen Laden!

Du glaubst es sicher nicht – hier gibt es tatsächlich Sachen, die wir brauchen!!! Ein Glück, das wir gerade hier sind, da können wir ja alles gleich mitnehmen. ;o) Dann lassen wir das Navi ein Café suchen und fahren dorthin.
… leider gibt es kein Café, wo das Navi uns hinführt … Schade – als auch das zweite Café zu dem es uns führt ein Guesthaus ist, drehen wir um und trinken unser Kaffee in der Turiststation. Die Kanelbulle, die hier liegen sind total lecker und der Kaffee schmeckt besser als gedacht. Auf der Rückfahrt kommen wir an einem der bekanntesten Schwedenschilder vorbei – Zeit für einen Fotostop!

Das Wetter ändert sich auf dieser Fahrt in alle Extreme – es ist kaum zu Glauben! Zwischen den folgenden Videos liegen etwa 40 Minuten und 8° C. Beim ersten Video ist es warm geworden, es sind -1°C, im zweiten sind -9°C.

Bei herrlichstem Sonnenschein kommen wir wieder zurück nach Hause und trinken am brennenden Kamin einen Kaffee.

Am Abend machen wir noch eine „Elchsafari-Tour“, die leider erfolglos bleibt. Im Grunde sehen wir gar kein Tier – doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt … Die Landschaft im Schnee ist trotzdem sehenswert und wunderschön!

kein Nordlicht zu sehen

Am Abend bekomme ich wieder bescheid, doch leider gibt die Wetterlage keine sichtbaren Polarlichter mehr her. Alles, was ich finden kann sind Wolken.



Samstag, 08.02.2020

Wieder beginnt der Tag neblig und mit vielen Wolken. So frühstücken wir in Ruhe und entscheiden uns für einen Spaziergang, denn es sieht so aus, als würde die Sonne es schaffen diesen Nebel zu durchdringen. Wieder gehen wir um die Halbinsel, diesmal aber in Nebel und Frost gehüllt …

auf dem Eis

Man vergisst es fast, doch: kommt man vom rechten Weg ab, kann man schnell versinken … Neben den Spuren der Schneemobile trägt der Schnee nichts ohne große Auflagefläche …

Anstrengend ist es allemal auf dem Eis – ständig sackt man ein oder rutscht weg. Wir sind völlig allein hier, nur die Geräusche …

In einem Horrorfilm wären es sicher Wölfe, die endlich Menschen wittern und mörderischen Hunger haben. Gleich würden sie durch den Schnee kommen und von allen Seiten im Rudel angreifen …
In der Realität sind es glücklicherweise Schlittenhunde, die völlig aufgeregt ihrer Fahrt entgegenfiebern. Die Startstation haben wir schon gesehen, Kerstin saß auf dem Schlitten.

Wir folgen dem Weg der Schneemobile.

Als wir den Fluss verlassen, kommen wir an einem Haus vorbei, an dem man die Schneehöhe ganz besonders sehen kann.

Nun wärmen wir uns erst einmal auf, trinken einen Tee und werden gleich nach Kiruna fahren. Wir werden den Volvo tanken, das ein oder andere in einem COOP einkaufen und wollen in ein Café einkehren. Mit dem Café Safari, das wir bei unserem letzten Besuch sahen, fangen wir an …

Ups – damit haben wir gar nicht gerechnet! Hier finden wir keinen Platz … Auf den Straßen sind gar nicht so viele Leute unterwegs, deshalb sind wir so überrascht! In der nächsten Straße schon finden wir ein anderes Café. Vorsichtig sehen wir hinein – JA! – hier ist noch Platz!

Tanken, einkaufen und nach Hause fahren läuft normal, dann kommt wieder eine Polarlichtmeldung von der App. Doch bei diesem Wetter – es ist schon am Boden diesig – gibt es keine Gelegenheit noch einmal dieses wunderbare Erlebnis zu wiederholen und dieses Himmelsleuchten zu erleben.

Abendbrot essen, Koffer packen, Kamin reinigen, Geschirrspüler noch einmal laufen lassen, Staubsaugen usw. das machen wir heute Abend noch einmal, um morgen mit gutem Gewissen abreisen zu können.



Sonntag, 09.02.2020

die Abreise

Der Wecker klingelt, der Reisetag beginnt. Heute Nacht waren wieder – 13°C, da kann der Volvo noch einmal all seine Winterbesonderheiten ausspielen. Als wir einsteigen ist er schön warm, die Scheiben sind frei und wir können zum Flughafen aufbrechen.

Wir verlassen Jukkasjärvi mit gemischten Gefühlen. Na klar freut man sich auf zu Hause, sein gewohntes Umfeld – einfach auf die Heimat. Zum Anderen haben wir hier eine wunderschöne Zeit verbracht, so viel erlebt und gesehen, konnten so viele Eindrücke mitnehmen und so einige Dinge von unserer Löffelliste streichen. Die Zeit hier war so wunderbar – es war definitiv einer unserer Top-Urlaube!

Dann erreichen wir den Flughafen und geben den Wagen ab.

Im Flughafen ist noch nicht viel Betrieb. Unser Flieger ist der erste, der heut hier startet. Allerdings gibt es einige Besonderheiten hier oben im Norden. Man macht fast alles allein!

Hier stehen Automaten, an denen man eincheckt, danach klebt man seine Aufkleber an das Gepäck und stellt es auf das Band. Dann wird von einem selbst der Aufkleber abgescannt, das Band läuft an und weg ist er, der Koffer. Mal sehen, ob wir ihn in Berlin wiederbekommen … apropos Berlin:


Alle sind verrückt gemacht, die Presse hat ihr Thema „Sabine – der Orkan“ und nun bekommen wir auch die Nachrichten gesendet. In NRW werden Schulen zu bleiben, die Bahn streicht Zugfahrten und alles soll festgebunden werden, was nicht Niet- und Nagelfest ist … WhatsApp sei Dank bleiben wir aktuell.

der deutsche Wetterdienst warnt

FOCUS berichtet und mit viel Werbung kann man sich ansehen, das auf dem Flughafen Tegel kein Flug gestrichen ist.

Der Deutsche Wetterdienst hat für Sonntagabend bis Montagfrüh vor orkanartigen Böen in Teilen Brandenburgs gewarnt. In Berlin sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Stundenkilometern möglich.

Ab dem Abend und in der Nacht werden im Südwesten, Teilen des Westens sowie dem Nordwesten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 115 Stundenkilometern erwartet, wie der DWD am Sonntag mitteilte. Das vom Atlantik kommende Orkantief „Sabine“ sorge für Windstärke 10 bis 11. Begleitet von Schauern könne sogar Windstärke 12 und Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern erreicht werden, wie ein DWD-Sprecher sagte.


Der Sturm könnte auch den Flugbetrieb an den Flughäfen Tegel und Schönefeld einschränken. Eine Flughafensprecherin sagte, dass die Abfertigung ab einer Windgeschwindigkeit von mehr als 70 Kilometern pro Stunde nicht mehr möglich sei.


Auch zum Wochenanfang am Montag soll es stürmisch und regnerisch bleiben, bei Höchstwerten von 12 Grad. Nach DWD-Angaben sind örtlich auch Gewitter möglich.

Im Moment (Sonntag, 14:40 Uhr) sitzen wir in Stockholm auf dem Flughafen und es ist noch kein Flug gecancelt, egal wohin. Ich bin gespannt, ob der Sturm so schlimm wird.


zurück zum Reisebericht

… wir haben in Kiruna gerade die Koffer aufgegeben und noch etwa eine Stunde Zeit. Eingecheckt haben wir schon und sitzen nun mit Blick auf die Rollbahn. Es hat gerade begonnen zu schneien. Unser Flugzeug wird bald landen, denn die Schneeräumtruppen rücken aus. Sie haben richtig schweres Gerät im Einsatz!

Plötzlich taucht der Flieger von SAS auf und rollt auf uns zu, wird bis zum einparken eingewiesen, an den Strom angeschlossen und die Kofferwagen rollen zum Flieger …

Bald sitzen wir im Flieger und nach dem enteisen der Flügel starten wir.

1:40 h brauchen wir bis Arlanda, dem Stockholmer Flughafen.

Bei der Landung in Arlanda wird klar: … vorbei mit Schnee. :o(

Nun haben wir etwa 4h Aufenthalt. Gut, dann können wir in Ruhe essen gehen und warten eben ab … (ich kann den Bericht hier schreiben …)

An der Anzeigetafel werden ein bis zwei Flüge gecancelt. Oslo, London, Hamburg und Düsseldorf sind betroffen. Nun heißt es bangen …

Es klappt. Check in läuft ganz normal und alle sitzen artig im Flieger … der startet aber einfach nicht!

Puh – da kommen noch 3 Mann und besetzen die letzten freien Plätze, dann geht es los. Vor der Landung in Berlin werden wir noch einmal ordentlich durchgeschüttelt. Heute gibt es für die Landung sogar mal wieder Applaus – das habe ich schon laaaaaange nicht mehr gehört!


Fazit

Lieber Leser – sicher hast du es schon bemerkt – bei diesem Urlaub passte alles wirklich perfekt. Das kann man nicht planen, es ist unmöglich. Wir beide mögen den Norden generell und kennen uns mit den Gepflogenheiten dort recht gut aus. Auch mit dem Wetter dort – es ist einfach unberechenbar! Momentan kann man sich auf Schnee verlassen. Im Februar hat man wenigstens ein paar Stunden Tageslicht – über Weihnachten/Silvester fehlt dieses komplett. In unserem Häuschen gab es kein SAT-TV. Internet ist da – kein Problem, doch wissen muss man es.
Es ist durchaus möglich eine ganze Woche im Nebel zu verbringen, eventl. auch im Schneesturm. Der Himmel kann während der ganzen Zeit Wolkenverhangen sein – Nordlichter sehen ist dann unmöglich.

Die oft gestellte Frage der Kosten ist schnell geklärt:
Nina’s Lodge House (bei booking.com): 1000,- €/Woche, Mietwagen: 309,- €/Woche, Hin-/ Rückflug: ca. 700,- €, Verpflegung + tanken: 250,- €

Alle anderen Kosten hat man selbst in der Hand. In der näheren Umgebung von Jukkasjärvi sind das Eishotel, ein Rentiermuseum / Sami Camp und die Space Station. Spezifische Freizeitbeschäftigungen sind oft sehr teuer.
Schneemobil fahren: 4 h für 450,- €, Hundeschlitten Tour: 3 – 4 h zwischen 140,- und 200,- € … am Besten vorher erkundigen und vielleicht buchen … ;o)


* Wikipedia

4 Antworten auf „die Nordlicht-Tour, Kiruna, Schweden II“

  1. Hallo Ihr zwei Nordlichtjäger !
    Ok, Ihr seid wieder gut zu Hause in Brandenburg angekommen, alle Eure Erwartungen wurden erfüllt und ich freue mich mit für Euch. Gut, es hätte vielleicht auch etwas kälter sein können, so wie ca. eine Woche vorher dort.
    Wie war für Euch die plötzliche Umstellung von warm auf frostig kalt und dann wieder auf warm ?
    Wenn man Eure Reisekosten so zusammenrechnet wäre so eine Wintertour mit dem Wohnmobil eventuell auch nicht teurer geworden, dafür etwas länger.
    Ich staune über die schönen Nordlichtfotos mit dem Smartphone, ohne Stativ ?
    Wie hält man bei den Videos das Smartphone so ruhig ?

    Grüße aus dem naßkalt winterlichen Selbu von Walter

    1. Danke Walter,
      mit der Kälte kamen wir gut zurecht, das war (außer hin und wieder gefrorene Wangen und steife Finger) kein Problem. Wahrscheinlich siegte auch die Freude über den Schnee und die schöne Zeit über die Kälte …

      Unsere Ferienzeit reichte einfach für eine Womo-Reise nicht aus – wir hatten nur diese eine Woche.

      Die Fotos: iPhone Xs , mit Foto App: „ProCamera“ und einigen Zusatzkäufen (z.B. LowLight+) und für die Nordlichter hatte ich einen Spaten in den Schnee gesteckt, um eine Auflage für das Handy zu haben. Für die nicht wackelnden Videos arbeitet die Bildschirmstabilisierung sehr gut!

      Liebe Grüße, Stefan

  2. Hallo liebe Familie Wiese,
    dieser Reisebericht ist wirklich toll. Ich war so begeistert vom Polarlicht, dass ich für Februar 2021 schon ein Ferienhaus gebucht habe(finnisch-Lappland). 😊
    Vielen Dank für die wunderschönen Bilder.
    Alles Gute für Sie Beide und liebe Grüße!
    Diana

    1. Danke Diana,
      ich wünsche dir viel Spaß beim Urlaub und natürlich, das du die Polarlichter sehen kannst! Auch sonst alles Gute für dich und deine Lieben!
      Liebe Grüße, Stefan

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