Lissabon, Tordesillas, San Sebastian

mit dem Reisemobil in Portugal

Lissabon, die Hauptstadt Portugals sehen wir uns bei unglaublicher Hitze an und fahren dann nach Spanien. In Tordesillas machen wir einen Zwischenstopp und kommen dann nach San Sebastian im Baskenland.


26.Juli 2007

Wir fahren gegen 8°°Uhr vom Parkplatz und wollen uns unterwegs einen lauschigen Platz zum Frühstück suchen. Weit brauchen wir nicht fahren und kommen nach Sinnes. Hier finden wir am Strand einen Parkplatz.

Durch die Ebbe ist ein enorm breiter Strand, das Wasser ist herrlich frisch und unser Frühstück schmeckt hier besonders! Von hier aus fahren wir direkt nach Lissabon. Vorbei am Cristo Rei geht es über die Ponte 25 de Abril.

Die Ponte 25 de Abril (deutsch: Brücke des 25. April) ist ein 3,2 Kilometer langer Brückenzug in Portugal mit einer 2278 Meter langen Hängebrücke über den Tejo. Sie ist weltweit, nach der Tsing-Ma-Brücke, die zweitlängste Hängebrücke mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie verbindet in Nord-Süd-Richtung den Lissabonner Stadtteil Alcântara mit der Stadt Almada. Über die Brücke führt in sechs Spuren die Autobahn A2/IP7. Unter den Einheimischen wird sie schlicht Ponte genannt.*

Die Überfahrt kostet uns 4,80€ Maut. Auf dem Weg zum Campingplatz kommen wir von rechten Weg ab und bezahlen für unsere Verfahrerei weitere 2,00€ Maut. Gegen 16°°Uhr kommen wir dann auf dem Campingplatz an.

****Campingplatz Lisboa Camping

Webseite, googlemaps

… und das ist ein Platz! Fantastisch! Er wurde übrigens für die Olympischen Spiele angelegt.

Jeder einzelne Stellplatz verfügt über einen eigenen Wasser- und Trinkwasseranschluss, Stromversorgung und Müll sowie einer beleuchteten Platznummer. Auch ein Tisch mit 2 Bänken (eine Einheit) stehen bereit. Der gepflasterte Boden ist leider nicht immer gerade. Minigolf und Pool stehen genau so zur Verfügung, wie verschieden Grillplätze und die sauberen und sehr gepflegten sanitären Anlagen.

Nach einem Bad im Pool und einem Spaziergang auf diesem großen Platz essen wir zu Abend und schlafen gut!


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 190 Kilometer, Fahrzeit ca. 3 Stunden


27. Jul 2007

Heute starten wir gleich nach dem Frühstück zur Besichtigung Lissabons. Hierzu nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel – den Linienbus. Den Fahrplan kennen wir nicht, die Nummer der Linie konnte uns das Personal vom Platz sagen und so fahren wir mitten in die Stadt, zum Parque Eduardo VII.

Der Parque Eduardo VII ist der größte innerstädtische Park der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, er befindet sich in der Stadtgemeinde São Sebastião da Pedreira. Der Namensgeber des Parks, Eduard VII., besuchte 1903 Portugal. Um den guten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Portugal ein Symbol zu geben, benannte die Stadtverwaltung den Park kurzerhand darauf, am 13. April 1903, nach dem königlichen Besucher.*

Innenstadt Lissabon

Von hier geht es zu Fuß in die Innenstadt. Wir bewundern die Bilder der Straßenmaler und überall wird man an die Zeit der Römer erinnert. Nicht nur durch typische Bauten hier fallen auch die Straßennamen auf.

Es ist verdammt warm hier in der Stadt. Kaum zu glauben … teilweise sind es 35°C … im Schatten! (na dann aber schnell raus aus dem Schatten 😂)

Tapfer sehen wir uns die Einkaufsstraße an, kommen auch an den Hafen und nehmen viele interessante Eindrücke dieser großen Stadt mir nach Hause. Leider auch wenige Fotos, denn es war wirklich total heiß! Als wir mit dem Bus wieder zum Campingplatz fahren, freuen wir uns schon auf den Pool!!!


28. Jul 2007

Wir starten früh am Morgen und kommen gut durch. Wir sind auf den direkten Weg nach Osten. In Fuentes de Onoro überqueren wir die spanisch – portugiesische Grenze.

Spanien

Die Sonne brennt erbarmungslos und kein Lüftchen bewegt sich. Wir freuen uns über die Tankstelle und füllen unseren Tank mit dem in Spanien sehr preiswertem Diesel. 
Hier ist es momentan möglich für 0,95 € den Liter Diesel zu tanken.

In unserem Campingführer suchen wir nach einer Möglichkeit in Spanien die nächste Nacht zu verbringen. Noch etwa 200 Km sind es bis Tordesillas, dort haben wir einen Campingplatz gefunden.

Camping El Astral

Webseite, googlemaps

Der Platz ist für einen Zwischenstopp perfekt! Hier finden wir einen kleinen, netten Standplatz für 31,99 €/Nacht.

Der Platz, zufällig 2222 Km von der Heimat entfernt, hat eine gute Ausstattung. Ordentliche, sehr saubere sanitäre Anlagen, Gaststätte, Minigolf und einen Pool.

Nach einem erfrischendem Bad geht es nach Tordesillas, die Stadt von der wir nichts wissen, die uns aber begeistert. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Tordesillas

Tordesillas in der Provinz Valladolid der autonomen Region Kastilien-León ist eine spanische Stadt am steilen Ufer des Duero in der sonst flachen kastilischen Ebene. Sie liegt auf 704 m über dem Meer und hat 8.686 Einwohner (2006).*

Zur Stadt geht es über eine Brücke, die an ein römisches Bauwerk erinnert und in den alten Gassen scheint sich seit Jahrzehnten nichts geändert zu haben. Es hat den Anschein als hätten wir eben einen Zeitsprung erlebt.

Nach kurzer Zeit erreichen wir schon das Herzstück der Stadt, den Plaza Mayor.

Ein sehr schönes Örtchen! Es hat uns richtig gut gefallen! In der Nacht kühlte es sich nicht ab. Klar – wir stehen nicht mehr am Meer!


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 560 Kilometer, Fahrzeit ca. 6 Stunden


29. Juli 2007

Nachdem wir ausgeschlafen, gefrühstückt und noch einmal gebadet haben machen wir uns auf den Weg und gegen 9³°Uhr verlassen wir Tordesillas. Auf der A62/E80 in Richtung Nordosten geht es geradewegs ins Baskenland. 

Sind es die Ausläufer des Sierra de Urkifla, die uns mit ihrer imposanten Größe beeindrucken und der Landschaft das einmalige Aussehen verleihen?

Die Berge sind hier bis zu 1100m hoch. Der Höhenzug beeindruckt nicht zuletzt durch die kleinen Dörfer und Städte am Fuß der Berge. Gegen 16°°Uhr erreichen wir

Donostia – San Sebastian

San Sebastián (baskisch Donostia oder Donosti, offiziell Donostia-San Sebastián) ist die Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa (span. Guipúzcoa) in der spanischen Autonomen Region Baskenland. Sie liegt ca. 20 km westlich der französischen Grenze im Bogen des Golfs von Biskaya.*

Plötzlich standen wir im Feierabendverkehr von San Sebastian und wussten gar nicht so genau, wo wir hier einen Campingplatz finden sollten. Als ein Wohnmobil vorbeifährt, fahren wir in der Hoffnung zu einem Campingplatz geleitet zu werden einfach hinterher. Das Unglaubliche passiert – wir sehen tatsächlich ein Schild und werden dadurch zum Campingplatz in den Bergen geführt. Ein toller Platz, den wir gegen 17°°Uhr erreichen.

Camping Bungalows Igueldo San Sebastián

Webseite, googlemaps

Sie haben noch einen Stellplatz für uns, doch ihn zu erreichen ist nicht ganz einfach. 
Es ist eng hier und bergig! Wohnwagen, -mobile oder Zelte stehen auf verschiedenen Terrassen. Die sanitären Einrichtungen sind sauber und gepflegt, einen Pool gibt es nicht. 
Auf dem Platz GAROA kostet die Nacht für uns 34,50 €.

Direkt am Berg ist es idyllisch, doch auch weit entfernt vom Atlantik.
(Busverbindung ist gut – alle 20 min fährt ein Bus)

Heute machen wir noch einen Spaziergang entlang der Steilküste und sehen auf den Atlantik.

Nach dem Spaziergang entspannen wir uns und sind auf den nächsten Tag gespannt, 
wir werden ihn in San Sebastian verbringen.


30. Juli 2007

Regen

Enttäuschung am Morgen, denn als wir gegen 9°°Uhr aufstehen regnet es! Wir frühstücken trotzdem draußen unter der Markise, denn nach wie vor ist es warm.
10³°Uhr es regnet nicht mehr und eine halbe Stunde später stehen wir an der Bushaltestelle vor dem Platz. 1,10 € kostet die Fahrt/Person an den Strand von San Sebastian und dauert 15 – 20 min.

Wir kommen in der Stadt an, machen einen Einkaufsbummel und gehen später baden.

Das Wetter bessert sich zusehends, die Wolkendecke reißt langsam auf. Wir kommen an den Strand von San Sebastian. … was Ebbe und Flut ausmachen …

Als wir gegen 17°°Uhr wieder auf den Platz kommen, stehen Italiener neben uns. Junge Männer, die des Feierns erst müde werden, als der Platzwart gegen 23³°Uhr droht, sie des Platzes zu verweisen.

Wir sind begeistert von San Sebastian – es hat uns so gut gefallen, dass wir wiederkommen. Leider neigt sich unser Urlaub jedoch zum Ende und wir werden morgen nach Hause fahren. Heute verbrauchen wir das allerletzte Grillfleisch. Es schmeckt einfach lecker.

Den Abend verbringen wir ruhig, u.a. mit dem neuen Schachspiel …


31. Juli 2020

ein Reisetag

Die Rückreise durch Frankreich steht an und wir planen die 1100 Km in einem Zug zu fahren. Dazu starten wir in San Sebastian pünktlich 8°° Uhr. Unterwegs wollen wir frühstücken. Wir versuchten es an der franz. Atlantikküste, doch leider sind die Parkplätze dort durch Holzbalken auf 1,80 m Durchfahrtshöhe begrenzt. Wir ärgern uns nicht weiter und nutzten einfach einen Parkplatz an der Landstraße mit Blick aufs Wasser. 
Um Bordeaux werden wir komplett herumgeführt und sehen so wenig von der Stadt.

Erstaunlich lange bleiben wir auf der Autobahn, obwohl wir ja immer noch mit Hilfe des Navi die Mautstrecken meiden. Irgendwann endet die Autobahn und auf der gut ausgebauten N10 / E606 geht es immer weiter durch Frankreich. So kommen wir in den kleinen Ort

 La Rochefoucauld

Hier haben wir ein paar Bilder geschossen.

Bei gutem Wetter sind wir gut vorangekommen. Die Jungs lesen hinten, hin und wieder schlafen sie auch. Wir hören Hörbücher und hatten diesmal beim Kauf der CDs ein glückliches Händchen. Mehrere Kriminalerzählungen von ja 1 Stunde länge machen die Fahrt zur Kurzweil. Auf der D20 haben die Franzosen geschafft die Straße schnurgerade zu bauen.

Wieder sind wir neben der Autobahn auf der Landstraße unterwegs und können so auf einem der vielen Parkplätze eine Rast machen. Leider sind die Rastplätze nicht angekündigt. So fällt die Bremsung ziemlich stark aus, wenn man einen vermeintlich guten Platz gefunden hat …

Orléans

… unsere Fahrt durch diese französische Stadt, vielmehr daran vorbei …

Auch hier werden wir gut um die Stadt herumgeführt. Plötzlich wieder auf der Autobahn bekommen wir nicht viel von Orléans mit. Uns treibt es aber auch weiter. Heut wollen wir Frankreich noch verlassen und Paris liegt noch vor uns.

Kurz vor Paris zeigt Frankreich uns noch einen schönen Abendhimmel und der Tag neigt sich dem Ende. Nicht aber unsere Fahrt … Die Dunkelheit liegt längst über dem Land, als wir Paris am Rande streifen. Autobahnkreuze, Abfahrten und Autobahnwechsel beanspruchen uns so, dass wir heut nicht mehr sagen können, wie lange wir eigentlich durch die französische Metropole gefahren sind. Immer weiter geht es durch die Nacht und die altbekannten Probleme holen uns ein: wir können nicht tanken! Nun bestimmt der Tankinhalt unsere Fahrstrecke. Kurz vor der belgischen Grenze, die Tanknadel liegt seit einigen Kilometern schon auf dem Anschlag, sehen wir einen Campingplatz.

Wir parken kurzerhand davor und verbringen die Nacht an der Straße.

EDIT zwei Jahr später: … zur Erinnerung – es war unsere erste Reise und solche Strecken fahren wir nicht mehr am Stück. Aber auch das. muss man lernen.


01. August 2020

die Heimreise

Am nächsten Morgen stehen wir pünktlich an der Tankstelle am Ende des Ortes und sind eine halbe Stunde zu früh. Zeit für ein ordentliches Frühstück, denn der Bäcker neben der Tankstelle hat längst geöffnet. 
An diesem Morgen essen wir Croissant, wie es sich in Frankreich gehört …

Croissant (von frz. croissant (de lune) = zunehmende Mondsichel, décroissant = abnehmend), in der Schweiz auch Gipfel(i), in Süddeutschland teilweise Hörnchen) ist ein französisches Gebäck aus Plunderteig. Croissants sind beliebte Frühstücksgebäcke. Die österreichischen Kipfel oder Kipferl waren ursprünglich ein Gebäck aus Hefeteig in Hörnchenform und wurden noch 1894 in einem gastronomischen Lexikon als Hefegebäck bezeichnet.[1] Sie werden von Kulturhistorikern nicht mit Croissants gleichgesetzt.*

So gestärkt und voll getankt ging es weiter durch Belgien Richtung Deutschland und nach Hause.


Fazit:

Die Reise war wunderbar und Portugal ist ein fantastisches Land! Auch in Spanien haben wir uns wohlgefühlt. … was haben wir Neues sehen und kennenlernen können.

Während unserer ersten Reise im Sommer 2007 nach Portugal haben wir ca. 7200 Km zurückgelegt. Uns wurde erzählt, nach 10.000 Km sinkt der Verbrauch um ca. einen Liter. 
Auf der Rückreise haben wir bei Grevenbroich, NRW, diese Marke geknackt. Auf dieser Fahrt fast quer durch Europa verbrauchten wir genau 9,96 ltr./100Km bei 90 Km/h. 

EDIT 2020: Wir sind 2014 noch einmal nach Portugal gefahren. Auch zu dieser Reise habe ich einen Reisebericht geschrieben. Portugal 2014


* Wikipedia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.