Gardasee und Umgebung


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Sommerurlaub 2021 – dem italienischen Charme erlegen

mit dem Wohnmobil nach Italien


Mittwoch, 30.06.2021

Lazise ist ein Ort am Gardasee, der von unserem Platz etwa 11 Km entfernt liegt. Nach dem Frühstück fahren wir diese Strecke und ich habe die Kamera am Smartie montiert.

In die Altstadt von Lazise zu kommen hat irgendwie etwas, denn die Stadtmauer und die alten Häuser haben einen ganz besonderen Flair. Vom Parkplatz zur Stadtmauer ist es nicht weit.

Heute ist hier Markt und den besuchen wir gern. Immer wieder gibt es neue Sachen, Geschirr oder Taschen. Es ist auch wieder eine ganze Menge los hier.

Der Begriff Markt (von lateinisch mercatus ‚Handel‘, zu lateinisch merx ‚Ware‘) bezeichnet allgemeinsprachlich einen Ort, an dem Warenregelmäßig auf einem meist zentralen Platz gehandelt werden.*

Gut, das es zwischendurch auch Eisdielen gibt, die leckeres Eis anbieten. Als wir durch sind, gibt es sogar einen Eiskaffee in einem der vielen Café. Es ist angenehm im Schatten zu sitzen, während die meisten an uns schwitzend vorüberziehen und aufgeregt nach links und rechts sehen.

Vorsichtig tragen wir dann unsere Einkäufe zum Auto und fahren zurück. Doch am Platz halten wir nur kurz, wir haben uns entschlossen in einer Pizzeria zu essen und ein paar Kleinigkeiten werden wir dann auch noch einkaufen. Also geht die Tour zu

Lugana Beach Ristorante Bar Pizzeria

Webseite, googlemaps

Diese kleine Pizzeria haben wir in den letzten Jahren schon immer wieder besucht und jedesmal waren wir sehr zufrieden. Solltest du mal hier in der Nähe sein – hier schmeckt´s!

Auf dem Weg zum Smart sehen wir noch einmal den naheliegenden Wohnmobil-Stellplatz an. (Italia, Via Cantarane, 16, 25019 Sirmione BS) Wir kennen diesen Platz nur sehr gut gefüllt, kurz vor überfüllt. Das ist im Moment gar nicht der Fall. Selbst in der ersten Reihe bleiben viele Plätze leer …

Nun ja, viel voller ist es auf unserem Platz aber auch nicht, stellen wir fest als wir vom Einkaufen zurückkommen. Den Rest des Tages verbringen wir auf dem SUP, gehen baden und entspannen beim lesen oder nichts machen.

Auch Abends drehe ich noch eine Runde mit dem SUP, denn dann ist es leerer und die Wellen lassen nach. Abends kann man wunderbar fahren – leider ist dann nur noch das Haupttor offen.

Bardolino

Irgendwann geht die Sonne unter und wir sitzen vor dem Mobil und trinken den leckeren Bardolino, einem Rotwein aus der direkten Region.

Bardolino ist ein italienisches Weinbaugebiet, benannt nach dem gleichnamigen Ort im Südosten des Gardasees, das zur Provinz Venetien gehört. Es werden die Qualitätsstufen DOC und DOCG produziert.
Die Erzeugungszone für DOC-Weine umfasst die Ortschaften Bardolino, Garda, Lazise, Affi, Costermano, Cavaion, Torri del Benaco, Caprino, Rivoli Veronese, Pastrengo, Bussolengo, Sona, Sommacampagna, Castelnuovo, Peschiera, Valeggio. Weine, die im Kerngebiet zwischen den Gemeinden Bardolino, Lazise, Affi, Garda, Costermano und Cavaion angebaut, gekeltert und abgefüllt wurden, dürfen die Bezeichnung „Bardolino classico“ führen.*


Unsere heutige Tour (ca. 45 Km) in graphischer Darstellung:




Donnerstag, 01.07.2021

Schon der Blick aus dem Dachfenster zeigt vor dem Aufstehen, dass das Wetter heute wieder wunderbar Sommerlich ist. Keine Wolke ist am Himmel und ich gehe nach dem Aufstehen erst einmal in den Gardasee. Das übliche schwimmen zur Boje …

Dann setze ich mich und kann die Ruhe auf dem Platz genießen. Es zirpt noch keine Grille, ein Schnarchen klingt leise an mein Ohr und noch schreit oder weint kein Kind. Niemand unterhält sich laut und im Wasser schreit niemand – einfach Ruhe. Auch die Temperaturen sind recht angenehm, doch wohin die Sonne scheint – ist es gleich heiß.

Zum Frühstück werden Pilze und Fenchel angebraten und etwas später mit Ei abgedeckt. Deckel auf die Pfanne und bald haben wir unser Frühstücksomelette.

Toilettenkassette defekt 😳

Plötzlich schließt die Toilettenkassette nicht mehr. Puh – das ist aber ärgerlich. Ich sehe mir die Bescherung einmal an. Hmmm – ein großer Steg ist abgebrochen. Das kann einem den Urlaub schon vermiesen, wenn – ja – wenn da nicht der große West-Caravan Campingshop wäre, den wir am Dienstag erst besuchten.

Wir stehen also schon bald wieder vor dem Camperparadies und uns wird ganz nett und hervorragend geholfen. Selber entdecken wir nur einen kompletten Toilettenkasetten-Wechselsatz mit Brille und Kasette für 125,- €. … was soll’s – wir brauchen es ja, denke ich noch, frage aber an der Kasse die Bedienung, ob es auch Einzelteile gibt. Ohne unsere offensichtliche Not auszunutzen dreht sich die Bedienung um und holt aus dem Lager ein Ersatzteil für 65,- €. (die komplette Verschlusseinheit) Das beeindruckt mich sehr! Danke!

Ach na klar – in die richtige Richtung sind wir ja schon gefahren … es geht auch gleich zum

Olip Factory Outlet – Schuhe

Webseite, googlemaps

Für Kerstin irgendwie ein „muß“ hier vorbeizukommen und modisch-aktuelle Schuhe zu kaufen. Doch – was ist denn überhaupt ein Outlet-Laden?

Ein Outlet (englisch für Ausfluss, Grundablass, Ventil) ist im deutschen Sprachraum eine Verkaufsstelle, in der Waren aus nicht mehr aktuellen Kollektionen, B-Ware, Rückläufer des Handels oder Ware aus Überproduktionen zu in der Regel günstigeren Preisen angeboten werden. … die Bezeichnungen „Outlet“ und „Factory Outlet“ im Sinne eines Fabrikverkaufs zu verstehen sind und dass dort aus der Produktion des Anbieters stammende Waren erwartet werden können, die unter Ausschaltung des Groß- und Zwischenhandels besonders preiswert angeboten werden.*

Kerstin wird natürlich fündig, mein Geschmack ist hier nicht dabei und so können wir schon bald den Laden wieder verlassen und die Landschaft im Kabrio genießend an und vorüberziehen lassen.

ein Weinanbaugebiet für den Bardolino?

Auf einem unscheinbaren Parkplatz stehen Autos, die doch irgendwie meinen Blick einfangen. Schnell den Blinker raus und abgebogen – ein paar wütende Blick wegen dem entstandenen Staub kassiert – dann sehe ich mir einen Teil der italienischen Autogeschichte an, die hier einfach herumsteht, während die Besitzer in einem nahen Lokal speisen.

Am Platz zurück wird die Kassette repariert, ein Bad im See genommen und eine Mittagskleinigkeit gegessen. Immerhin sind es 32°C, da ist der Appetit nicht so groß.
Etwas Melone, dazu Schinken und ein wenig Käse reicht schon.

Dann wollen wir nach Peschiera laufen und hier einmal in den Geschäften nachsehen, ob es etwas Neues gibt, was in den letzten 2 Jahren noch nicht von der Laufkundschaft wenigstens einmal angefasst wurde. Es sind etwa 2 Km, die in 20 min bewältigt werden können. Der Weg führt immer am See entlang und an einem kleinen Hafen kommen wir vorbei.

Bald erreichen wir den geschichtsträchtigen Ort, der überall an eine Festung erinnert.

Peschiera del Garda liegt am Südostufer des Gardasees an der Stelle, an der der Mincio, der einzige Abfluss des Gardasees, den See verlässt. Teile der Altstadt trennen mit ihren Festungsanlagen den Ort vom Festland. Der Ort verfügt über einen kleinen Yachthafen, einen Bahnhof und ist Standort der italienischen Armee.*

Es ist nicht viel los im Moment, doch die Läden haben offen und sind auch nicht so voll. Da kann man noch mehr ansehen, weil ja keiner davor steht. An der Eistheke steht auch keiner davor und die Auswahl fällt wirklich schwer …

Wir sind mit unserem Eis unterwegs und finden eine Bank im Schatten, von der wir das bisschen Treiben ansehen können. (in den Cafés sitzen einige Gäste) Dann haben wir die Idee uns die Festungsmauer anzusehen und gehen vor die Tore der Stadt …

Es ist echt heiß hier, obwohl wir versuchen uns im Schatten zu halten. Leider macht uns der Abfluss des Gardasees einen Strich durch die Rechnung und wir müssen, nachdem wir die Stadt fast umrundet haben, wieder umkehren. Leider fehlt eine Brücke …

Egal, es war ein wunderschöner Spaziergang, den wir hier noch nie gemacht haben …

Als wir auf den Platz zurückkommen, staunen wir nicht schlecht. Hier sind wir nun fast allein. Ich gehe davon aus, das die Abreisewelle nicht an uns liegt 😊, aber so allein waren wir hier noch nie!

Dem Abend ist es egal, wie viele Camper hier stehen – er kommt trotzdem. Die Sonne geht unter und wir sitzen vor dem Mobil und genießen den Abend. Immerhin liegen hier die Nachttemperaturen bei Werten, wie in Brandenburg die Tageshöchsttemperaturen …
Gut, das wir die Klimaanlage in Betrieb haben, durch sie können wir gut einschlafen!!!


Unsere heutige Tour (ca. 65 Km) in graphischer Darstellung:




Freitag, 02.07.2021

Die Wolken sind weit im Norden, es wird wohl wieder ein schöner Tag und wir sind recht früh wach. Nach dem Frühstück entschließen wir uns heute Sirmione zu besuchen.

Sirmione liegt am Südufer des Gardasees etwa 31 km südöstlich von Brescia und etwa 30 km nordwestlich von Verona auf einer Halbinsel, die etwa vier Kilometer in den See hineinragt. Der historische Ortskern erstreckt sich an der schmalsten Stelle der Halbinsel etwa drei Kilometer vom Südufer entfernt.*

Die Herfahrt war entspannt, der Parkplatz kurz vor der Stadt ist noch nicht voll. Es ist noch nicht viel los hier im Süden am Gardasee. Das letzte Stück gehen wir zu Fuß und kommen zum imposanten Eingangsportal der Stadt – es ist die

Scaligerburg

Das Glück ist uns hold, denn da es nicht sehr voll ist können wir – ohne viel Gedrängel – diese Burg aus dem 14. Jahrhundert besichtigen. … naja, es ist nur ein kleiner Teil, doch das stellt sich erst später heraus.

Nur über eine Brücke gelangt man über den tiefen Wassergraben durch ein Portal mit den Wappen der Scaliger (eine Leiter) und der Venezianer (geflügelter Löwe) in die Burg, von der aus man den Zugang zur Ortschaft kontrollieren konnte.*

Schießscharten zeigen, wie die Burgsoldaten von hier aus den Weg nach Sirmione kontrollierten. Zur Burg gehört auch der einzigartige und bestens erhaltene ummauerte Hafen, der zusammen mit der Burg errichtet wurde.*

Beim Aufstieg zum Wehrgang auf der Burgmauer kommen wir an einem Raum vorbei, der schon erahnen lässt, welcher grandiose Ausblick uns gleich erwartet.

Den Bergfried können wir wegen Bauarbeiten leider nicht besichtigen, doch vom Wehrgang ist die Aussicht schon klasse! Vor allem – auch das ist schön – weht hier ein kleines Lüftchen!

Durch den Burghof fliegen viele Schwalben immer im Kreis und nisten überall in kleinen, durch fehlende Steine entstandenen Löchern in der inneren Burgmauer.

Wir steigen einen Wehrturm hinab, der zum inneren der Burg offen ist. So konnten sich bei einem Überfall keine Feinde in den Wehrtürmen verbergen. 🤓

Plötzlich ist der Rundgang beendet. Schade, denn es gäbe viel mehr zu sehen, doch das gesamte Wohngebäude ist nicht offen. So verlassen wir die Burg und gehen in den Ort. Natürlich gibt es hier Eis und natürlich holen wir uns unsere Portion 😉

Hier im Ort hat sich offensichtlich nichts verändert, doch das Gefühl stimmt nach wie vor, wie bei unseren bisherigen Besuchen. Enge Gassen, alte Häuser, die aufgeregten Gespräche der Einwohner, üppige oder vertrocknete Pflanzen und das Wetter …

Natürlich vergessen wir nicht die Läden und kleinen Stände komplett durchzusehen … dann verlassen wir schon den Ort. Immerhin liegt unsere Besuchszeit unter 3h. Beim Verlassen Sirmiones steht ein verführerischer Stand an der Straße. Hier gibt es Limonade … und sie schmeckt!

Ein wenig voller ist der Parkplatz geworden, doch der Schattenplatz hat sich gelohnt. Unser Smartie ist nicht aufgeheizt, denn die Sonne brennt unerbittlich …

Auf dem Rückweg zum CP – mittlerweile ist es Mittag geworden – überlegen wir uns heute in der Pizzeria auf dem CP zu essen. Es ist Mittags leer und das Essen schmeckt wirklich super!

Den Tag verbringen wir badend, stehpaddelnd, sonnend und lesend. Irgendwie machen wir so etwas, wie Urlaub 😉


Unsere heutige Tour (ca. 25 Km) in graphischer Darstellung:


* Wikipedia