Dießen, Italien, Gardasee

Sommerurlaub 2021 – Erholung, die wir brauchen

mit dem Wohnmobil nach Italien


Freitag, 25.06.2021

Der Campingplatz Bella Italia hat uns am 20.05.2021 die Anmeldung für 14 Tage bestätigt. Nur dort auf dem Platz stehen, könnte für uns in dieser Zeit Langweilig werden, so nehmen wir den Smart mit und können uns damit gut bewegen. Kerstin hat schon Ferien und nachdem ich fertig bin mit der Arbeit hole ich das Mobil und wir packen die noch fehlenden Dinge ein. Mit dem Anhänger geht es zur Garage und so wird der Smart verladen:

Dann wartet der komplette „Zug“ auf die Abreise am nächsten Tag in der Garage.


Samstag, 26.06.2021

8°° Uhr kommen wir an die Garage und starten in den Urlaub. Dem ein oder anderem Leser fällt sicher auf, das wir bisher unseren ersten Urlaubs-Reise-Tag mit einem gemeinsamen Frühstück bei meinen Eltern begannen, doch die Beiden sind ebenfalls unterwegs – dadurch fällt es aus. Alles ist bereit – das Wetter passt – dann gehts schon los.

fast leere Straßen

Schnell sind wir aus der Stadt, denn Samstag morgen ist es noch recht ruhig. Über die Landstraße kommen wir auf die A9. Die vielen Baustellen stören nicht wirklich, denn es ist nicht so viel Verkehr.

Etwa auf der halben Strecke nach 300 Km halten wir bei einem MC Donald und essen etwas zu Mittag. Lecker? Auf jeden Fall 👍🏻 … hält nur nicht lange vor …

Immer wieder meldet sich das Navi: „Vollsperrung der Autobahn A… auf ihrer Route … neue Route wird berechnet … die neue Route ist 7 Minuten kürzer.“ Im Grunde ist es egal, wir fahren sowieso nach den Anweisungen dieses Gerätes und kommen meist gut an. Jetzt leitet uns eben dieses Gerät erst weiter auf die Autobahn, dann fahren wir auf Landstraßen.

Selbst auf der gut ausgebauten Landstraße kommen wir gut voran und erreichen bald den Ammersee. Der Stellplatz dort ist voll besetzt, der angrenzende Schotterplatz bietet noch einen Platz. Hier parken wir und trinken erst einmal einen Kaffee.

Dießen am Ammersee

Nach einem angenehmen Gespräch mit der Stellplatznachbarin, die seit 2 Jahren im Mobil unterwegs ist, sehen wir uns den See an. Ein bisschen die Beine vertreten ist nach einem Tag im Mobil gar nicht so schlecht. So kommen wir an das See-Ufer und gehen durch den Ort Dießen.

Dießen am Ammersee ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech am südwestlichen Ufer des Ammersees. Zur Unterscheidung von anderen Orten gleichen Namens bezeichnete man den Ort früher als Bayerdießen.*

Eine Neuigkeit gibt es noch zu berichten:
Beim Edeka gab es im Rahmen der EURO2020, der Fußballeuropameisterschaft, bei jedem Einkauf einige Ottifanten in der jeweiligen „Verkleidung“ der teilnehmenden Länder.

Irgendwann haben wir alle und nun reisen sie mit uns. Jeder dieser speziellen Ottifanten taucht nun in „seinem“ Land auf einigen Fotos auf
… hier auf diesen Seiten – also liebe Leser – bleibt dran 😄

Der deutsche Ottifant 🇩🇪 hat seinen ersten Auftritt heute am Ammersee.

Nach diesem bewegendem (Foto)Moment kommen wir zur Ruhe und bereiten uns auf den frühen Start morgen vor. Der Wecker ist gestellt …


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 620 Kilometer, Fahrzeit ca. 7,5 Stunden


Sonntag, 27.06.2021

Was ist denn jetzt los? Ein Geräusch – es hört einfach nicht auf 🙄 … irgendwie, wie ein
… Wecker … ???
Die Uhr zeigt 5:30 Uhr – Weckerklingelzeit, wie an einem Arbeitstag. Na denn – das Ziel ist klar: möglichst früh auf den Campingplatz fahren, um einen guten Stellplatz zu bekommen. Alle anderen schlafen noch (na klar) und wir schleichen uns vom Schotter.

Bald schon kommen die ersten Berge in Sicht, auf der „95“ geht es Richtung

Österreich

Am Grenzübergang wird es plötzlich eng, die normale Straße ist gesperrt und eine verwinkelte Umleitung ist eingerichtet worden. Mehrere Fahrspuren kann man nutzen, jede führt an einem Grenzkonrollhäuschen vorbei. Keines dieser Häuschen ist besetzt, alle Schranken sind offen und so ist es einfach nur lästig diese rumpeligen Umwege nutzen zu müssen.

Erstes Ziel heute ist die „letzte“ Tankstelle vor der Autobahn in Seefeld in Tirol an der 177. Hier passt zum letzten Mal der Preis, danach wird es eben teurer. Hier ein Foto-Vergleich:

Vollgetankt geht es weiter und eine kleine „Frühnebel-Überraschung“ erwartet uns. Es sind 11°C und im Tal hält sich der Nebel. Wir fahren bergab und unweigerlich treffen wir zusammen.

Es ist kluger Nebel, denn wir schon ein altes Sprichwort sagt, gibt der Klügere nach. Wir kommen unbeschadet durch diese Brühe und etwas später geht es auf der Autobahn zum Brennerpass. In zuverlässiger Regelmäßigkeit piepst unser GO-BOX, bei die Maut im nächsten Monat direkt vom Konto abgebucht wird. Probleme gab es für uns dabei noch nie.

Auf der Gegenspur (Einreise Italien-Österreich) ist ein ähnliches Szenario aufgebaut, wie wir es heute Morgen erlebten, die Häuschen hier sind allerdings besetzt und Autofahrer werden kontrolliert. Wir aber sind in die andere Richtung unterwegs und Italien verzichtet im Moment auf Kontrollen.

Unmittelbar nach der Grenze – wir fahren auf der Autobahn weiter, die man sofort an den rostigen Leitplanken erkennt – kommen wir an die Mautstation.

Hier ziehe ich ein Ticket, die Schranke öffnet sich und es geht weiter. Etwa 200 Km liegen vor uns, ein bisschen Zeit über unser Reiseziel zu schreiben:

schon wieder Italien – wieder der Gardasee

Ja, das ist tatsächlich so. Wo bleibt die Flexibilität, die abwechslungsreichen Reisen immer wieder in andere Länder Europas, ist es nicht eintönig immer den gleichen Urlaubsort anzusteuern? Diese, oder ähnliche Fragen kann ich gut verstehen. Wir haben immernoch England/Schottland auf dem Plan (momentan Quarantäne bei Einreise), wollen so gern wieder nach Schweden (schwedische Behörden raten von touristischen Reisen ab, Fährverbindungen nicht sicher), oder Norwegen (Einreise in Norwegen = 10 Tage Quarantäne), Portugal (wurde gerade zum Hochsicherheitsgebiet wegen einer Mutante erklärt) oder Kroatien (Einreise nur mit Test, 48h alt, Rückreise nur problemlos, wenn man in bestimmten Gebieten nicht war …).
Im Großen und Ganzen werden alle Bestimmungen so verwirrend gestaltet, das sich niemand mehr sicher auskennt und sich dadurch Keiner mehr traut zu reisen.

Das ist so schade, denn die Welt ist so schön! Auf der Autobahn ist nicht viel los. Zum ersten Mal kommen wir Sonntags hier entlang und schnell ist klar – kein LKW „verstopft“ die rechte Spur! Das ist deutlich zu merken, die Fahrt ist viel entspannter.
Ach so – wieder Italien: Nun ja, die lebensbejahende, lockere Einstellung der Italiener, die grundsätzlich nette, offene Art, der ganze Charme – ob man einen Kaffee trinkt, oder eine Pizza essen geht – es macht einfach Spaß und wir fühlen uns wohl!

Da ist auch schon das Ende der Mautstrecke erreicht – heute stehen „nur“ 21,20 € auf dem Display … im letzten Jahr waren es 21,40 € …
Auf wirklich schlechten, aber mautfreien Straßen erreichen wir unser Ziel

Camping Bella Italia

Webseite, googlemaps

Dieser große Campingplatz im Süden des Gardasees hat neben vielen Vorzügen einen Nachteil: hier kann man zwar einen Stellplatz buchen, doch keinen speziellen Wunschplatz. Dadurch kommt es bei der Anreise zu der Situation, in der wir uns nun befinden:
Wir möchten gern den Blick auf den Gardasee genießen, also am liebsten in der ersten Reihe stehen. Das wollen sicher viele …

Voller Spannung fahren wir von der Rezeption – der CheckIn geht schnell und unkompliziert von statten – gerade durch zum Campingplatz. Als wir den Bereich der Mobilwohnheime verlassen, staunen wir gar nicht schlecht – es ist voll 😳

Glücklicherweise (der frühe Vogel fängt den Wurm) sind wir in der Abreisezeit angekommen. Plötzlich wird doch tatsächlich unser Lieblingsplatz frei und wir können ihn beziehen. Sieh mal selbst – ist es nicht schön hier vorn?

Das hat alles gut geklappt – jetzt kann der Urlaub beginnen. Der gewohnt-schöne Ausblick auf den Gardasee:

Es ist Sonntag 15°° Uhr – und im Moment ist es etwas laut hier. Ich denke das kommt von den vielen Wochenend-Besuchern hier am See. Ich sehe einmal nach …

Ja – es ist voll. Ein schnelles, kurzes Begrüßungsbad im See und dann fahren wir jetzt erst einmal einkaufen, denn unsere Verpflegung war hauptsächlich für die Anreise ausgelegt. Zucchini und Fleisch haben wir noch genug, doch auch vor Ort werden wir regionale Köstlichkeiten finden.

Als wir zurückkommen, installiere ich als erstes die Klimaanlage. Dann geht es erneut in den See, denn bei Temperaturen von 32°C strengt selbst das Nichtstun schon an.

Jetzt wird es schon ruhiger, viele Besucher sind schon nach Hause und wir schwimmen nun erst einmal eine Runde. Etwa 100 m vom steinigen Strand entfernt sind einige Bojen zum befestigen von Booten. Das ist ein gutes Maß – es zur Boje und zurück 😉

Bald ist der Grill in Gange und sieh mal, was es heute Abend gibt. Zucchini (die haben wir aus dem Garten mitgebracht – Kerstin hat sie aus Samen gezogen) und Wildschwein (das rannte noch vor 18 Tagen durch den deutschem Wald – gut, dass das noch geklappt hat 👍🏻

Der lange, erlebnisreiche Tag und die Hitze fordern ihren Tribut. Als ich zum Abendbrot ein Bier trinke und mir später in der Hängematte Kerstin noch ein paar Erdbeeren bringt, fallen mir die Augen zu. 😌

Später gehts natürlich noch ins Bett, obwohl man auch draußen bleiben könnte …


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 380 Kilometer, Fahrzeit ca. 6,5 Stunden


Montag, 28.06.2021

Wieder klingelt der Wecker. Diesmal nur für mich …
Natürlich gibt es dafür einen Grund: Ich habe noch gar keinen Urlaub und arbeite mobil hier, wo andere Urlaub machen. Das ist kein Problem, mein Datenvolumen reicht auf jeden Fall aus und 6:15 Uhr kann ich auf der „Terrasse“ vor dem Mobil meine Arbeit beginnen.

So früh am Morgen ist es völlig ruhig und unter mancher Markise regt sich ein schlafender Urlauber, der es scheinbar im aufgeheizten Mobil nicht mehr ausgehalten hat.

Von unserer schönen Terrasse kann ich gut Arbeiten, die Sonne geht gerade auf und das mobile Netz der Telekom lässt mich nicht im Stich. Mal sehen, welches Datenvolumen ich benötigen werde …

Irgendwann steht Kerstin auf und wir frühstücken. Gut, das heute in Peschiera der Markt ist, dort kann Kerstin sich umsehen und nutzt die Zeit ausgiebig. Zur Mittagszeit kommt sie zurück und wir können etwas neues probieren:

Bruschetta

Bruschetta [brusˈketːa] gehört zu den italienischen Antipasti. Das ursprüngliche „Arme-Leute-Essen“ stammt aus Mittel- und Süditalien.
Häufig anzutreffen ist zum Beispiel ein Belag mit gehackten Tomaten und frischem Basilikum (Bruschetta con pomodoro e basilico). Dazu werden gehäutete Tomaten gewürfelt (das Kerngehäuse wird dabei entfernt) und mit Knoblauch, Basilikum, Olivenöl und etwas Salz und Pfeffer gemischt. Das Brot (üblich ist Weißbrot) wird angeröstet und kurz vor dem Servieren mit dem Tomaten-Knoblauch-Mix belegt.*

Das ist der erste Versuch – hier sind z.T. pasteurisierte Tomaten verwendet – das ist nicht der Volltreffer. Später merken wir, eine Fleischtomate ist die richtige Wahl. … huch-vorgegriffen 😉
Es schmeckt – mit Oliven angereichert – sehr, sehr lecker und kommt den Bruschetta aus den Restaurants schon sehr nahe.

Ich arbeite noch bis 15°° Uhr und bin über das verbrauchte Datenvolumen überrascht: 1,3 GB sind es nur, ich hatte mit viel mehr gerechnet – naja, alles gut! Morgen noch einmal!

Seit kurzem sind wir Besitzer eines SUP, einem StandUpPaddeling. In Potsdam wurde es erstmals zu Wasser gelassen und getestet. Nun haben wir es dabei und gehen damit ins Wasser 🏄‍♂️. Es ist im Wasser und auch draußen warm, da macht es richtig Spaß … auch das umfallen. Zum Abendbrot haben wir uns heute noch einmal Gemüse und Wildschwein gegrillt.

Danach gehen wir über den Platz – es ist schon leerer geworden – freie Plätze sind da!

Bald kommen wir zur gut besuchten, platzeigenen Pizzeria. Noch waren wir gar nicht hier, doch Zeit haben wir ja noch genug. Das es hier sehr gut schmeckt, wissen wir.

Als wir weitergehen sehen wir die Unterhaltungen, die uns so gar nicht so interessieren. Unter der Pizzeria spielt eine kleine Band, ihr kann man sehr gut zuhören, es ist sehr angenehm. Erschrocken bin ich, als ich sehe, wie die Kinder unterhalten werden.

Ein Mann steht in regenbogenfarbenen Frauenkleidern vor den Kindern und hampelt zu dem „Flieger-Lied“ (🎼 … und ich flieg, flieg, flieg, wie ein Flieger …) Ich finde es komisch 🤮.

Der Pool (hier waren wir nie baden) ist geschlossen, der Hauptweg ist Abends richtig leer. Auf dem Rückweg zum Mobil ist der Sonnenuntergang ein wunderbares Naturschauspiel.

Dann verschwinden wir im Mobil und ich stelle noch den Wecker … morgen ist noch einmal ein Arbeitstag für mich.



Dienstag, 29.06.2021

Wecker klingelt, aufgestanden Terrasse vorbereitet. Arbeitszeit beginnt.

Kerstin schläft in ihrem Urlaub aus, dann frühstücken wir zusammen und ich mache zum Mittag Feierabend. Nun beginnt auch mein Urlaub. Wir fahren nach Peschiera.

Es ist nicht so wichtig, doch irgendwann brauchen wir noch einen 2. Hocker. Heute ist irgendwann, denn an einem Kreisverkehr führt eine Abfahrt auf das Firmengelände der

West Caravan

Webseite, googlemaps

Da stehen wir schon davor – ein großer Parkplatz – und gehen einfach mal hinein.

Da lacht das Camperherz … wir befinden uns in einem Supermakt. Dicht an dicht stehen alle Sachen, die man braucht, oder von denen man beim Hereinkommen noch nicht wusste, das man sie braucht. … wie ein Schuhgeschäft für Männer! 😊

Auf dem Platz zurück wird weiter mit dem SUP geübt. Die Wellen, die über den See kommen werden vom Ufer zurückgeworfen und dadurch ist das Wasser oft unruhig.

Das Abendbrot gibt es heute etwas früher,

denn es läuft die Fussballeuropameisterschaft und heute trifft Deutschland auf England. Dieses Spiel sehen wir uns natürlich an. Während der gegrillte Käse (Feta- und Ziegenkäse im Schinkenmantel) richtig lecker ist und die Paprika und Zucchini den Geschmack abrunden ist das Spiel der Mannschaft fade und langweilig. Es kommt, wie es kommen musste:

Hmmm – ist nicht zu ändern – also gehen wir noch einmal baden und SUP’en 😉


Unsere heutige Tour (ca. 18 Km) in graphischer Darstellung:


* Wikipedia